KSV: Jens Rose geht endgültig - Dirk Lassen neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats

Kassel. Die erneute Wende und damit ein endgültiger Abschied war 20 Minuten nach Beginn der Mitgliederversammlung beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel perfekt.

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Rätselraten vor der Wahl

Jens Rose sagte den entscheidenden Satz am Ende seiner Rede zum Bericht des Vorstandes. "Heute ist, das habe ich nach den Gesprächen im Rathaus am Montag entschieden, mein letzter Tag als Offizieller beim KSV." Sprach es und verließ das Rednerpult.

Die 200 Mitglieder erhoben sich von ihren Plätzen, spendeten lange anhaltenden Beifall. Rose kämpfte mit den Tränen, als er zu seinem Platz zurückging. Die Ära des Vorsitzenden, die 2002 begann, ist damit endgültig vorbei.

Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel

Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer
Mitgliederversammlung des KSV Hessen Kassel © Andreas Fischer

Überraschend kam das, nachdem sich am Wochenende zunächst eine Wende angedeutet hatte. Rose sollte überzeugt werden, entgegen seines im Frühjahr angekündigten Rücktritts vom Vorstand in den Aufsichtsrat zu wechseln. Teile der Führungsriege und der Sponsorenschaft hatten für seinen Verbleib gekämpft, waren noch am Samstag überzeugt, damit Erfolg zu haben. Doch am Dienstag kam alles ganz anders.

Ob auch die Stellungnahme des Hauptsponsors VW, der erklärt hatte, sein Engagement nicht an einen Verbleib Roses gebunden zu haben, zum erneuten Stimmungswechsel geführt hatte? Schließlich hatte Rose am Wochenende eine generelle Bereitschaft nicht ausgeschlossen.

"Es hat sich zumindest gezeigt, dass die absolute Notwendigkeit nicht bestand. Deshalb konnte ich bei meinen ja längst gefassten Entschluss bleiben, mich zurückzuziehen", erklärte Rose.

"Ich bedauere das sehr. KSV ohne Rose ist für mich wie Bayern München ohne Uli Hoeness," erklärte ein Mitglied. Es war der Auftakt einer eineinhalbstündigen Aussprache, die überaus emotional verlief.

Natürlich gab es in den Diskussions-Beiträgen viel Enttäuschung und Kritik an Vereinsführung und sportlicher Leitung. Vor allem die Außendarstellung rund um die zu späte Entlassung von Trainer Mirko Dickhaut wurde scharf angegriffen. Viele Redner forderten ein klares Konzept, wie das Ziel Dritte Liga endlich erreicht werden soll.

Vorstandsmitglied Matthias Hartmann verteidigte noch einmal den Weg des Vereins, der auch Grund sei, warum im Winter personell nicht nachgerüstet worden sei: "Wenn alle so gewirtschaftet hätten wie wir, dann hätte es keine Insolvenzen gegeben, und unsere Aufstiegschancen wären deutlich besser gewesen."

Schließlich beendete Holger Günther, langjähriger Weggefährte Roses, die Diskussionsrunde, indem er noch einmal das Wirken des scheidenden Vorsitzenden lobte: "Er hat sich um diesen Verein verdient gemacht."

Kurz danach kam es zur mit Spannung erwarteten Wahl des Aufsichtsrates - die nur noch wenig Brisanz bot. Wie sich im Vorfeld angedeutet hatte, stand auch der Vorsitzende Christian Kropf nach fast zehnjähriger Arbeit für den Verein nicht mehr zur Verfügung. Auch er wurde mit viel Beifall gewürdigt.

Neu im Aufsichtsrat ist der Warburger Maschinenbau-Unternehmer Wolfgang Linnenbrink. Dazu wurden die bisherigen Mitglieder Jochen Gabriel, Matthias Hartmann, Dirk Lassen und Dr. Frank Walter wiedergewählt.

Unmittelbar nach der Mitgliederversammlung bestimmte das neue Gremium Lassen zu seinem neuen Vorsitzenden, Gabriel zum Stellvertreter. Zudem wurde Franz-Josef Watermeier vom Hauptsponsor VW zum sechsten Mitglied berufen.

Von Frank Ziemke und Florian Hagemann

Ein Video folgt später auf HNA.de.

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