KSV-Reserve: Unsicherheit begleitet Umbruch

Kassel. Noch steht die zweite Mannschaft des KSV Hessen Kassel in der Fußball-Verbandsliga als Tabellenzweiter glänzend da. Doch das könnte sich ändern, wenn ab dem 26. Februar die Rückrunde fortgesetzt wird.

Denn immerhin sieben Spieler meldeten sich bei den Junglöwen ab und schlossen sich anderen Vereinen an.

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Ganz überraschend traf den KSV dieser personelle Aderlass nach der Entlassung von Trainer Wolfgang Zientek im September und dem damit verbundenen Abgang von Sponsor Gerhard Klapp, in dessen Unternehmen die fraglichen Akteure beschäftigt sind, freilich nicht. „Wir haben das schon kommen sehen, wissen im Moment aber trotzdem nicht so recht, wie es weitergeht“, schildert Abwehrspieler Yusuf Barak die Situation bei der Zweiten.

Kurz vor dem Trainingsauftakt unter dem neuen Trainer Mirko Dickhaut, der Nico Steffen ablöste, herrscht ein wenig Unsicherheit beim KSV. Große Befürchtungen hegt Barak gleichwohl nicht: „Ich denke, wir werden weiterhin erfolgreich sein. Die Liga ist nicht so stark besetzt, und wir verfügen immer noch über genug gute Spieler. Auch wenn es nach der tollen Vorrunde natürlich schade ist, dass wir daran nicht einfach so anknüpfen können.“ Abgemeldet haben sich (Stand Donnerstagmittag) Sammy Ghebreamlak, Nurkay Bilir, Farzan Fahranak, Samil Eligür und Ugur Kahraman, die Klapp und Zientek zum BC Sport Kassel folgten, Dennis Kahl (FSV Kassel) und Viktor Schan (FSC Lohfelden). Vier von ihnen, nämlich Kapitän Ghebreamlak, Schan, Kahl und Bilir waren Stammspieler, die anderen gelangten letztlich nur sporadisch zum Einsatz.

Beim KSV ist man bemüht, die sportliche Schwächung zu kompensieren. Trotzdem ist die Verpflichtung einiger Neuzugänge noch nicht in trockenen Tüchern. Wie Volker Wörner, einer der Verantwortlichen aus dem Nachwuchsbereich mitteilte, stehe man in aussichtsreichen Verhandlungen. „Die Betreffenden kommen aus unteren Klassen, spielten aber im Jugendbereich hochklassig.“ Darüber hinaus hofft Wörner für die Zweite auf Unterstützung aus dem Regionalliga-Kader sowie nach Möglichkeit aus der A-Jugend. „Dort hat allerdings der Klassenerhalt Priorität. Wird er bald geschafft, könnten Spieler zur Zweiten stoßen.“

Schlimmstenfalls befürchtet man bei den Junglöwen, in der Tabelle einige Plätze einzubüßen. Der Aufstieg war nie das Ziel, der Abstieg dürfte bei rund 20 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge kein Thema werden. Somit bleibt dem KSV ausreichend Zeit, den Umbau der Mannschaft zu bewerkstelligen. Schließlich soll sie endlich zur U 23 werden und den Nachwuchs an die erste Mannschaft heranführen.

Von Wolfgang Bauscher

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