Er schimpfte, ging zu Boden, jubelte

Beim Sunexpress-Cup war der Wolf los: KSV-Trainer sorgte für Unterhaltung

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KSV-Trainer Uwe Wolf

Kassel. Der Wolf war mal wieder los – und zwar so richtig. Am Ende des Sunexpress-Cups am Sonntag in der Kasseler Eissporthalle wurden zwar der beste Torwart und der beste Spieler ausgezeichnet, der beste Hauptdarsteller der Veranstaltung war aber ein ganz anderer.

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Und zwar KSV-Trainer Uwe Wolf. Auch er hätte einen Preis als Unterhaltungskünstler verdient gehabt.

Teil eins der Wolf-Show: Der 45-Jährige legte sich während der Partie gegen Izmir hollywoodreif mit Schiedsrichter Mike Britting an. Der Referee hatte den Löwen Ende des ersten Durchgangs einen Treffer aberkannt, weil die Zeit angeblich abgelaufen war. Wolf sah das anders, schimpfte, fluchte. Andreas Mayer musste seinen Coach zurückhalten, nachdem er auf die Tribüne verwiesen worden war. Dort gesellte sich der Trainer dann bis zum Schlusspfiff zu den KSV-Fans. Es schien ihm gut gefallen zu haben.

Für Teil zwei konnte Wolf nichts – und er hätte wohl auch gern drauf verzichtet: Im Halbfinale gegen Offenbach kassierte er einen Treffer – und das, obwohl er gar nicht ins Tor gewechselt war. Wolf stand wie immer an der Bande, als ihn der Ball nach dem Schuss eines Offenbachers unvorbereitet mitten im Gesicht traf. Wolf ging zu Boden, war kurz ohnmächtig. „Als ich aufgestanden bin, drehte sich alles“, sagte er. Den Treffer zum siegbringenden 2:1 sah der Coach wieder klar. Er befand: „Besser, es hat mich erwischt, als einen Balljungen.“

Bilder von der Wolf-Show

Sun-Expresscup: KSV-Trainer Wolf sorgte für Unterhaltung

Teil drei war Jubel pur: Die Löwen sicherten sich den Turniersieg – und Wolf riss die Arme in die Höhe. Er hatte alles gegeben und sagte: „Ich bin, wie ich bin.“ Und er ist – sehr emotional, was vor allem die Zuschauer und die Fernseh-Kommentatoren freute. Sie feierten den KSV-Coach, der diesem Turnier eine besondere Note gab. Manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig. (hag)

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