KSV: Treffer statt Auswechslung für Tobias Damm

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Erstes Tor nach der Verletzung: Tobias Damm (links), hier im Zweikampf mit Benjamin Sturm, traf gegen Memmingen zum entscheidenden 2:0.

Kassel. Fast wäre es nichts geworden mit dem Tor. Weil der, der es erzielte, beinahe nicht mehr auf dem Platz gestanden hätte. "Ich muss mich bei meinem Co-Trainer Pascal Formann bedanken", so Trainer Uwe Wolf.

"Wir haben hin und her überlegt, ob ich wechseln soll. Er hat mich dann überzeugt, Tobias Damm auf dem Platz zu lassen.“ Das sagte  er nach dem 2:0 (1:0)-Sieg des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen den FC Memmingen.

Damm also durfte bleiben. Und dankte es auf die denkbar beste Art. In der 82. Minute nahm er einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf, ließ Memmingens Torhüter Kirchenmaier mit einem platzierten Schuss keine Chance. Es war das 2:0 und die Entscheidung zugunsten der Löwen, die kurz vor der Pause durch einen Kopfball von Patrick Wolf in Führung gegangen waren.

„Für Tobi freue ich mich ganz besonders“, erklärte Trainer Wolf später noch. Was der Torschütze dankend aufnahm. „Das ist schön. Ich habe mich auch besonders gefreut“, gab Damm lachend zurück. Verwundern kann das nicht, denn der Stürmer blickt auf anstrengende, manchmal frustrierende Wochen zurück. Zu Beginn der Vorbereitung hatte er sich eine Fleischwunde unter dem Knie zugezogen, musste pausieren, als die Mannschaft Grundlagen legt. „Ich hatte drei Wochen Rückstand, die erst einmal aufgeholt werden mussten“, schildert Damm die unglückliche Situation.

Für seine Spielweise ist die besonders schwer. Damm lebt von der Geschwindigkeit. Fehlt die, dann tut er sich schwer. „Für mein Spiel brauche ich absolute Fitness“, sagt Damm, der nun aber an einem Punkt ist, an dem er den Rückstand aufgeholt sieht.

Auch der KSV arbeitet unter Wolf weiter fleißig am Aufarbeiten von Rückständen. In der Defensive ist das bereits gelungen. Memmingen war meist feldüberlegen, doch Chancen ließen die Gastgeber kaum zu. In einem wenig attraktiven Spiel kamen die Löwen ihrerseits aber auch kaum vor das Tor der Gäste.

„Für uns Angreifer ist es derzeit nicht ganz leicht da vorne“, sagt Damm dann auch. Und mit Blick auf die kommenden Wochen und vor allem das Halbfinale im Hessenpokal weiß der Stürmer um den nächsten wichtigen Schritt: „Wenn wir gegen Offenbach bestehen wollen, dann müssen wir uns spielerisch steigern.“

Von Frank Ziemke

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