Anpfiff gegen Offenbach um 19 Uhr

Mit breiter Brust zum Bieberer Berg: KSV will ins Hessenpokal-Halbfinale

Hat Selbstbewusstsein getankt: Kassels Benjamin Girth, der gegen Walldorf dreimal traf. Foto: Hedler

Nach dem souveränen 4:0-Sieg gegen den FC-Astoria Walldorf steht für den KSV Hessen Kassel am Dienstag die vielleicht noch reizvollste Aufgabe dieser Saison an.

Im Viertelfinale des Hessenpokals tritt die Mannschaft von Trainer Matthias Mink ab 19 Uhr auf dem Bieberer Berg in Offenbach gegen die heimischen Kickers an. Radio HNA (www.radiohna.de) überträgt das komplette Spiel live. Die Löwen sind sicher nur Außenseiter gegen den Spitzenreiter der Regionalliga – aber einer mit guten Chancen, eine Überraschung zu landen. Fünf Gründe, warum das heute klappen könnte mit einem Sieg.

1. Die eigene Form: Mit dem Erfolg gegen Walldorf haben sich die Löwen die Portion Selbstbewusstsein zurückgeholt, die ihnen nach einer guten Vorbereitung in den ersten Pflichtspielen der Restrückrunde abhandengekommen ist. „Der Sieg tut gut“, sagt Trainer Matthias Mink. „Wir werden mit breiter Brust antreten.“ Dazu passt, dass der KSV in der Winterpause auch im körperlichen Bereich nachgelegt hat. Gerade hier hatten die Löwen beim 0:1 im Ligaspiel in Offenbach Nachteile. Ein Problem bleibt: Mink ist es nicht gelungen, all seine Spieler zehn Zentimeter größer zu machen.

2. Der kleine Durchhänger der Offenbacher: Die Offenbacher kassierten in der Regionalliga bisher eine einzige Niederlage – und das am ersten Spieltag. Trotz der beeindruckenden Serie von 22 Partien ohne Niederlage haben die Südhessen zuletzt ein wenig an Souveränität verloren. Nach der Winterpause schied das Team von Trainer Rico Schmitt zunächst im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Gladbach aus, dann gab es einen Sieg und zuletzt zwei Unentschieden im Liga-Alltag.

Beim 0:0 zu Hause gegen Elversberg am Freitag hatten gar die Saarländer die besseren Chancen, wie Matthias Mink beobachtete, der sich die Begegnung anschaute. Dem KSV-Trainer ist der Respekt vor den Offenbachern nicht verloren gegangen, aber er sagt in Bezug auf deren Serie ohne Niederlage gegen Ligakonkurrenten: „Irgendwann ist immer das erste Mal.“

3. Die Perspektive als Motivation:  Mit einem Sieg in Offenbach würde sich der KSV ein attraktives Heimspiel sichern. Im Halbfinale ginge es Ende April im Auestadion gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden um den Einzug ins Finale, in dem mit dem Verbandsligisten Gießen schon ein unterklassiger Klub steht.

4. Die Elfmeter-Statistik: Sollte es nach 90 Minuten und Verlängerung noch unentschieden stehen, gäbe es Elfmeterschießen. Hier steht den Löwen mit Tobias Becker ein sicherer Schütze zur Verfügung. Auch die anderen Spieler haben laut Trainer Mink zuletzt im Training getroffen. Heißt: Ein Desaster, wie es die Leverkusener in der Champions League erlebt haben, scheint nicht sehr wahrscheinlich. Ungeklärt ist allerdings, ob Torhüter Kevin Rauhut noch schnell einen Zettel mit Tipps zu den Offenbacher Schützen zugesteckt bekommt. „Das ist Sache unseres Torwarttrainers Michael Gibhardt“, sagt Mink.

5. Die personellen Möglichkeiten: Der zuletzt angeschlagene Löwen-Stürmer Shqipon Bektasi ist wieder fit, er könnte ein wichtiger Joker werden. Ingmar Merle steht nach seiner Sperre auch wieder zur Verfügung. Fehlen werden lediglich Tim-Philipp Brandner und Henrik Giese.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.