Ex-Nationalspieler Abramczik kommt als sportlicher Leiter

KSV: Rüdiger Abramczik soll sportlicher Leiter werden - Lepore entlassen

Kassel. Doppelter Paukenschlag beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel: Giuseppe Lepore erhält mit sofortiger Wirkung seine Kündigung als Geschäftsführer. Außerdem soll Ex-Nationalspieler Rüdiger Abramczik als sportlicher Leiter verpflichtet werden.

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Der Aufsichtsrat des Vereins hat eine Woche vor der für den kommenden Donnerstag angesetzten außerordentlichen Mitgliederversammlung Nägel mit Köpfen gemacht: Heute morgen um halb zehn erschienen Aufsichtsratschef Dirk Lassen und Aufsichtsratsmitglied Frank Walter auf der Geschäftsstelle in der Frankfurter Straße und teilten Giuseppe Lepore die sofortige Trennung mit.

Erhielt seine Kündigung: KSV-Geschäftsführer Giuseppe Lepore.

Der Vertrag des umstrittenen Geschäftsführers läuft eigentlich noch bis Ende des Jahres. Neben der Verantwortung für die personellen Fehlplanungen in der laufenden Saison wird Lepore vorgeworfen, seine Kernarbeit in der Geschäftsstelle nicht zufriedenstellend erledigt zu haben. Auch der Kontakt zu den Sponsoren sei gestört. Lepore wird natürlich auch aus seinem Amt als Vorstandsmitglied abberufen. Zuletzt hat offenbar auch Hauptsponsor VW Lepore die Unterstützung entzogen und dem Beschluss zugestimmt, der am Donnerstag Abend gefasst wurde.

Spektakuläre Neuverpflichtung

Soll neuer sportlicher Leiter werden: Rüdiger Abramczik

Fast noch spektakulärer als diese Personalie ist allerdings die zweite Neuigkeit. Statt die Stelle des hauptamtlichen Geschäftsführers neu zu besetzen, werden die Löwen einen Sportlichen Leiter verpflichten. Sein Name: Rüdiger Abramczik. Der frühere Nationalspieler von Schalke 04 und Borussia Dortmund soll den Neuaufbau der Mannschaft für die kommende Saison einleiten. Den Kontakt zu dem 56-Jährigen hatte Hans-Joachim Watzke, Chef von Borussia Dortmund, über den KSV-Aufsichtsrat Wolfgang Linnenbrink vermittelt. Auch bei der Finanzierung Abramcziks hilft der Deutsche Meister indirekt.

In jungen Jahren: Rüdiger Abramczik im Dress der Nationalmannschaft (1978).

Die Dortmunder sollen noch in diesem Jahr zu einem Freundschaftsspiel ins Auestadion kommen. Abramczik hatte zwischen 1973 und 1983 für Schalke 198 und für Dortmund 80 Bundesligaspiele absolviert und dabei 74 Tore erzielt. In der Nationalmannschaft kam der Flügelspieler, der vor allem mit Klaus Fischer ein gefährliches Sturmduo bildete, auf 19 Einsätze, war auch bei der Weltmeisterschaft in Argentinien dabei. Trainer Uwe Wolf bekommt damit den sportlichen Leiter an die Seite gestellt, den er bei seinem Amtsantritt gefordert hatte.

Von Frank Ziemke

Rubriklistenbild: © dpa

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