Letztes Spiel gegen Balingen

Lange Leidenszeit: Kevin Nennhuber vom KSV Hessen fällt seit einem halben Jahr aus

Nael Najjar (links) und Kevin Nennhuber.
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Am 8. Mai im Auestadion: Nael Najjar (links) beglückwünscht Kevin Nennhuber zu seinem Treffer zum 1:0 gegen die TSG Balingen.

Gegen die TSG Balingen hat der KSV Hessen Kassel noch nie gewonnen. Gut, bislang gab es nur zwei Aufeinandertreffen, jeweils in der vergangenen Saison der Fußball-Regionalliga Südwest.

Kassel – Aber gewonnen haben die Löwen keines der beiden Spiele. Auf dem Kunstrasen in Balingen wurde der KSV zwischen Schneebergen an den Seitenlinien ausgekontert – so beschreibt es Trainer Tobias Damm. Zuhause gab es dann vor einem halben Jahr ein 2:2 trotz einer 2:0-Führung. Morgen haben die Löwen nun die Chance, diese Leidenszeit zu beenden. Ab 14 Uhr treten sie in der Bizerba-Arena an.

Aber auch wenn es mit einem Erfolg gegen das Team aus Baden-Württemberg klappen sollte: Eine andere Leidenszeit ist dadurch noch immer nicht vorbei. Kevin Nennhuber macht zwar auch schon Teile des Mannschaftstrainings mit, soll laut Damm in der kommenden Woche wieder an einigen Spielformen teilnehmen. Für einen Pflichtspieleinsatz reicht es beim 33 Jahre alten Innenverteidiger aber noch nicht. Seit einem halben Jahr – seit dem Rückspiel der vergangenen Saison gegen Balingen im heimischen Auestadion – fällt er aus. Der Fuß machte wieder Probleme. Aus einer zunächst vermuteten kurzen Ausfallzeit wurden Monate mit weiteren Operationen. 2020 war der Abwehrspieler wegen eines Fußbruchs erstmals ausgefallen. Auch Tim Brandner und Alexander Mißbach ereilte dieses Schicksal damals.

Nennhuber setzt also seit dem Balingen-Spiel im Mai aus. Gezwungenermaßen. Beim letzten Duell hatte er sogar das 1:0 erzielt. Nun steht er nach den Partien im Auestadion meist im Spielertunnel, klatscht seine Teamkollegen ab. Auch Hendrik Starostzik und Maurice Springfeld. Die beiden Innenverteidiger kamen im Sommer – und ersetzten fortan auch den verletzten Nennhuber. War es in der vergangenen Saison noch so, dass ein Ausfall des 33-Jährigen einer kleinen sportlichen Katastrophe gleichkam, sorgt sich derzeit kaum einer wegen der Defensive. Trotz vieler Ausfälle – neben Nennhuber auch Brandner, Ingmar Merle, lange Zeit Alexander Mißbach und Leonardo Zornio – stellen die Löwen eine der besten Defensivreihen der Liga (17 Gegentore).

Trainer Damm sagt dennoch: „Kevin fehlt trotzdem. Wir haben im Sommer ja absichtlich zwei gute Innenverteidiger verpflichtet, weil wir wussten, dass er noch länger ausfallen wird. Wenn er wieder einsatzbereit ist, haben wir ein Luxusproblem. Er war in der vergangenen Saison so etwas wie die rechte Hand fürs Trainerteam auf dem Platz. Wir sind alle froh, wenn er wieder fit ist.“

Bis dahin müssen aber vor allem Starostzik und Springfeld die gegnerischen Angreifer stoppen. Dass sie das richtig gut können, haben sie mehrfach bewiesen. Und auch ihre eigene Torgefahr. In Balingen wird das Duo aber ordentlich gefordert sein. Die TSG holte nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Elversberg (0:6) und Offenbach (1:6) zuletzt sieben Punkte aus drei Partien gegen Ulm, Koblenz und Hoffenheim II. Zwar stellt der kommende KSV-Gegner die schlechteste Abwehr der Liga (34 Gegentore), er hat aber einen Angreifer, der bereits neun Saisontore auf dem Konto hat: Jan Ferdinand, der im Sommer von Großaspach kam. Mit Simon Klostermann, Leander Vochatzer, Tobias Dierberger und Kaan Akkaya stehen weitere gefährliche Offensivleute im Aufgebot.

Die Löwen haben in Mike Feigenspan einen Angreifer, der zuletzt immer besser in Form kam. Der allerdings – wie Kapitän Frederic Brill – leichte Probleme mit dem Knie hat. Der Einsatz der beiden ist laut Trainer Tobias Damm aber nicht gefährdet. Ausfallen wird dagegen Mißbach, der sich am Oberschenkel verletzt hat. Zudem sind Merle und Lukas Iksal noch immer krank. Sie werden wie Nennhuber morgen nur zusehen können, wenn die Löwen versuchen, eine von zwei langen Leidenszeiten zu beenden. (Maximilian Bülau)

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