1:1 gegen VfR Aalen

Leider drin: Der KSV Hessen ärgert sich über Ausgleich in der Nachspielzeit

Nicolas Gröteke.
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Hält er ihn? Hält er ihn nicht? KSV-Torhüter Nicolas Gröteke war beim Elfmeter von Alessandro Abruscia in der richtigen Ecke und auch dran am Ball. Der rutschte dann aber doch unter ihm durch zum späten Ausgleich für Aalen.

Fast wäre fast es der dritte Sieg in Folge geworden für die Löwen. Aber eben nur fast.

Kassel – Es war ein wenig ansehnliches, aber auch ein sehr intensives Spiel. Die Gastgeber lagen bis zur 90. Minute in Führung, für drei Punkte reichte es trotzdem nicht. Stichpunkte zum 1:1 (1:0) des KSV Hessen Kassel gegen den VfR Aalen in der Fußball-Regionalliga, der beiden Teams einen im Abstiegskampf vielleicht doch wichtigen Punkt brachte.

Die Führung

Das Duell im Auestadion war im Grunde ein zweigeteiltes Spiel. Ein etwas zielstrebigerer KSV, der so verdient führte, in Halbzeit eins. Ein überlegenes Aalen, das am Ende aber doch etwas glücklich zum Ausgleich kam in Durchgang zwei. „Wir haben das bis zur Pause gut gemacht, haben gute Angriffe über die Flügel gespielt. Leider war der letzte entscheidende Pass lange nicht gut genug“, sagte Alba Meha. Der Mittelfeldspieler war dann aber Empfänger dieses einen Passes, der doch ankam. Ingmar Merle spielte ihn wunderschönen aus der eigenen Hälfte in den Aalener Strafraum. Meha nahm den Ball ebenso schön mit, blieb eiskalt und schob den Ball zum 1:0 ins Tor (40.).

Das war insgesamt verdient, weil sich zwar viel im Mittelfeld abspielte, weil es viele intensive Zweikämpfe gab, viele Pfiffe von Schiedsrichter Fabian Knoll. Aber der KSV war eben die Mannschaft, die es häufiger auf dem spielerischen Weg versuchte und auch die besseren Chancen hatte. Etwa durch Mahir Saglik mit einem Schuss von der Strafraumkante, der knapp am linken Pfosten vorbeiging (33.).

Der Ausgleich

Nach der Pause dominierten die Gäste, hatten durch Steffen Kienle, der freistehend an Nicolas Gröteke scheiterte, schnell die Chance zum Ausgleich. „Wir standen zu tief, brauchen auch mal Entlastung. Die zweite Hälfte ist derzeit ein Problem bei uns“, sagte Meha. Es gab nur noch eine Möglichkeit für die Löwen durch Jon Mogge. Merle und Meha kombinierten an der Seitenlinie, der Ball kam über Umwege zu Mogge, der aus spitzem Winkel über das Tor schoss (58.).

Ansonsten kam der KSV kaum noch aus der eigenen Hälfte, war zu passiv. Es wurde so wieder eine Zitterpartie, wie schon bei den Siegen in Walldorf und gegen den FSV Frankfurt. Trotzdem schien das gutzugehen, weil Aalen gegen defensiv gut stehende Kasseler nicht viel einfiel. Doch als die Nachspielzeit lief, da fiel dieser Ausgleich doch. Und das war bitter für die Löwen, denn er fiel durch einen Elfmeter, um den es viele Diskussionen gab. Kevin Nennhuber hatte Tim Grupp zu Fall gebracht, protestierte gegen Knolls Pfiff ebenso heftig wie Trainer Tobias Damm. Die Frage war, ob Nennhuber Richtung Ball grätschte, Knoll in ihn hinein lief. Fakt war aber, dass der Kontakt da war. Wie auch immer: Alessandro Abruscia verwandelte, das mit viel Glück, denn Gröteke war dran am Ball, der aber unter ihm durchrutschte.

Die Stimmen

„Das 1:1 fühlt sich nicht so gut an, aber wir nehmen den Punkt mit“, sagte Damm, der mit der ersten Hälfte zufrieden war, aber monierte, „dass wir nach der Pause die Bälle zu schnell verloren haben“. Ob die schwächeren zweiten Hälften zuletzt ein Problem der Kraft seien? „Eher des Kopfes, der sagt, dass wir die Führung verteidigen“, findet Damm. Uwe Wolf war an alter Wirkungsstätte zufriedener: „Sicher war es am Ende glücklich, aber aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient.“ (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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