Pokal: KSV Hessen will heute gegen Wehen Wiesbaden überraschen

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Jubel statt Frust: Enrico Gaede will heute nicht noch einmal zusehen, wie Wehen im Pokal als Sieger den Platz verlässt.

Kassel. Es ist die letzte Chance. Die Möglichkeit, eine sportlich seit langem verkorkste Saison wenn schon nicht in der Liga, dann wenigstens im Pokal zu einem versöhnlichen Ende zu bringen.

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„Wir haben gegen Düsseldorf gesehen, wie sehr die Pokal-Hauptrunde zieht. Das möchten wir gerne noch einmal haben“, sagt Enrico Gaede vor dem Spiel des KSV Hessen Kassel gegen den SV Wehen Wiesbaden im Viertelfinale des Hessenpokals (Mittwoch 19 Uhr, Auestadion).

Der Viertligist KSV trifft auf den Drittligisten, der ihn im Vorjahr im Finale mit 3:0 bezwang. Drei Schritte trennen beide Teams vom Erreichen des Traumziels Pokal-Hauptrunde. Bei den Löwen wollen sie alles tun, damit dieser Traum weiterlebt – zumal schon im Halbfinale mit den Offenbacher Kickers ein attraktiver Gegner kommen würde. „Kribbeln und Vorfreude sind da. Wir wollen die Revanche“, sagt Gaede.

„Wir sind Außenseiter, keine Frage“, erklärt Trainer Uwe Wolf, der den Gegner dreimal beobachtete. „Wehen Wiesbaden ist mit anderen Ambitionen in die Saison gestartet und steckt nun mitten im Abstiegskampf. Da ihr Fokus auf dem Klassenerhalt liegt, konzentriert sich die Mannschaft sicher nicht so akribisch auf das Pokalspiel, wie wir“, erklärt Wolf und macht den Fans im Auestadion Hoffnung.

Jede Menge Zuversicht hat der Löwen-Coach auch aus Hoffenheim mitgebracht, trotz der 0:2-Niederlage. „Wir hatten drei bis vier richtig gute Möglichkeiten, allein die Chancenverwertung hat nicht gestimmt. Insgesamt war es aber auf jeden Fall besser als beim 1:1 in Fürth“, sagt Wolf.

Gegen Wehen Wiesbaden warnt er sein Team besonders vor der Offensivstärke der Gäste: „Zlatko Janjic, Steffen Wohlfarth, Milan Ivana und Alf Mintzel – die sind richtig stark, die gilt es in den Griff zu bekommen. Und dafür werde ich meinen Spielern einen Plan an die Hand geben.“

Wie der aussieht, will Wolf nicht verraten. Genauso wenig, ob es Veränderungen im Vergleich zur Partie in Hoffenheim gibt. „Da lasse ich mir nicht in die Karten schauen“, so Wolf. Übrigens hat der KSV-Trainer als Aktiver nur gute Erinnerungen an diese Pokalkonstellation: „Klar spielt die individuelle Qualität der klassenhöheren Mannschaft eine große Rolle. Aber in so einem Spiel geht meistens die Mannschaft als Sieger hervor, die sich als Einheit präsentiert.“

Und das will heute Abend der KSV sein. „Wir müssen effektiv sein. Defensiv stehen wir derzeit gut, aber das müssen wir vorne veredeln“, sagt Gaede, der auf mehr Zuschauer als in der Meisterschaft hofft. Und der besonders motiviert in die Partie geht. Gegen Düsseldorf nämlich musste der Kapitän verletzt zuschauen. Also hofft er ganz besonders auf eine neue Chance für einen Auftritt in der Hauptrunde.

Von Frank Ziemke und Torsten Kohlhaase

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