Abstiegsendspiel am Wochenende

Stadtallendorf wird zum Scheideweg für den KSV Hessen

+
Kämpferisch: KSV-Trainer Tobias Cramer.

Kassel. Irgendwie ist für den KSV Hessen noch alles drin in dieser Saison. Klassenerhalt und Hessenpokal-Sieg, Abstieg und das Verpassen des DFB-Pokals. 

Wie die Spielzeit für den Fußball-Regionalligisten endet, entscheidet sich vor allem gegen und dann in Stadtallendorf. Denn zunächst ist der letzte Gegner am kommenden Samstag im Auestadion die Eintracht (14 Uhr). Und am 21. Maib 2018 findet im Herrenwaldstadion dann das Pokalfinale gegen den TSV Steinbach statt (17 Uhr). Scheideweg Stadtallendorf. Ein Rückblick, ein Ausblick:

Das erste Duell: Zum ersten Mal treffen die beiden Teams in dieser Saison gar nicht in der Liga, sondern im Achtelfinale des Hessenpokals aufeinander. Es ist der 18. Oktober 2017. Die Löwen führen nach 20 Minuten 2:0 durch Tore von Marco Dawid und Adrian Bravo Sanchez. Stadtallendorf gleicht aber noch aus. Es geht bis ins Elfmeterschießen. Den entscheidenden Strafstoß hält Torwart Niklas Hartmann gegen Tomislav Baltic. Der KSV marschiert anschließend bis ins Endspiel.

Das zweite Duell: Drei Wochen später treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Dieses Mal in der Liga, wieder in Stadtallendorf. Wieder führen die Löwen früh, Sebastian Szimayer trifft nach vier Minuten. Doch die Mannschaft von Trainer Dragan Sicaja dreht die Partie und gewinnt am Ende 3:1.

Das Spiel am Wochenende, Möglichkeit eins: An diesem Samstag kommt es nun zum dritten Duell der Hessenrivalen. Das erste Mal im Auestadion. Sollten die Löwen gewinnen, Koblenz in Elversberg nicht, dann steht der KSV am Ende auf Platz 15. Das würde bedeuten, nur eine Mannschaft muss den Aufstieg in Liga drei schaffen, damit die Löwen den Klassenerhalt sichern. Ein direkter Abstieg wäre nicht möglich.

Das Spiel am Wochenende, Möglichkeit zwei: Die Löwen spielen Unentschieden gegen die Eintracht. Aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses gegenüber den Stuttgarter Kickers wäre der direkte Abstieg verhindert. Sollte die TuS Koblenz in Elversberg verlieren, springt der KSV auf Rang 15, sonst bleibt es bei Platz 16.

Das Spiel am Wochenende, Möglichkeit drei: Die Löwen verlieren in der Liga erneut gegen Stadtallendorf. Dann bliebe der KSV auf Rang 16 und müsste hoffen, dass Saarbrücken und Mannheim den Aufstieg schaffen. Sollten die Stuttgarter Kickers gleichzeitig gewinnen, steigen die Löwen sogar noch direkt ab.

Das Pokalfinale: Wahrscheinlich ist, dass der KSV zum Zeitpunkt des Endspiels im Hessenpokal gegen Steinbach noch nicht weiß, in welcher Liga es im kommenden Jahr weitergeht. Denn die Aufstiegsrelegation findet erst danach statt (24. und 27. Mai). Es geht in diesem Endspiel zwar nicht gegen Stadtallendorf – dafür ist die 35.000-Einwohner-Stadt Austragungsort des Finals gegen den Ligarivalen. Finanziell wird dieses Duell ganz entscheidend. Denn nur der Sieger darf in der kommenden Saison im DFB-Pokal ran. Damit verbunden sie Mindesteinnahmen von 100.000 Euro. Ganz egal in welcher Liga: Es wäre ein enorm wichtiger Betrag für die Löwen, um etwas optimistischer planen zu können.

So oder so: Stadtallendorf wird zum Scheideweg für den KSV Hessen. Trotz der aktuellen Situation könnte es eine sportlich zufriedenstellende Saison werden – oder mit zwei Enttäuschungen enden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.