KSV Hessen verliert in Stuttgart durch Treffer in der Nachspielzeit 1:2

Kassel. Pech für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Beim Spitzenreiter Stuttgarter Kickers verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Wolf mit 1:2. Das entscheidende Tor fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Enzo Marchese.

Es läuft die vierte Minute der Nachspielzeit, aber der Pfiff von Schiedsrichter Hartmann signalisiert nicht das Ende der Partie. Es gibt einen Freistoß für die Stuttgarter Kickers, nach einigem hin und her landet der Ball im Kasseler Strafraum auf Marcheses rechtem Fuß, und der abgefälschte Ball rollt über die Torlinie. Der Fußball-Regionalligist KSV Hessen verliert sein Punktspiel beim Tabellenführer Stuttgarter Kickers mit 1:2 (0:1). ´

Von Pech kann reden, wer so spät den entscheidenden Treffer hinnehmen muss, aber der KSV hat gestern in Stuttgart zu wenig für die Offensive getan, um sich einen Punkt redlich zu verdienen. Allerdings war die Mannschaft von Trainer Uwe Wolf beim Ausnutzen ihrer Torchancen äußerst effektiv. Die erste und einzige Gelegenheit hatte Tobias Damm in der 51. Minute, und Damms Schuss aus vier Metern brachte prompt das zwischenzeitliche 1:1. In der ersten Halbzeit waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Eine von drei Gelegenheiten nutzte Marchese in der 36. Minute. Pech für Kassel: Ähnlich wie beim 1:2 kurz vor Toresschluss wurde Marcheses Schuss unhaltbar für Torwart Domaschke abgefälscht. Löwen-Trainer Uwe Wolf war schließlich trotz der Niederlage zufrieden. „Das war eine Leistung, auf die man aufbauen kann“, sagte der Kasseler Coach, der sich auf eine gut funktionierende Defensive verlassen konnte. Aber wenn das Spiel mal in Richtung Stuttgarter Tor laufen sollte, wirkten nur Bobo Mayer und Rene Ochs engagiert. Alle anderen Akteure hielten sich dagegen vornehm zurück, wenn der Vorwärtsgang eingeschaltet wurde.

Das Glück der Tüchtigen hatten Kassels Abwehrspieler zwischen der 57. und 59. Minute: Zunächst verstolperte Marchese eine große Chance, dann wurde Sprungs Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben, und schließlich landete Grüttners Kopfball an der Querlatte. Pech hatten die Löwen dagegen in der 84. Minute. Mayers Knieverletzung war so scherwiegend, dass der Kasseler Stürmer drei Minuten am Spielfeldrand behandelt werden musste, ehe er in der Schlussphase als Statist auf die Zähne biss. Mayer musste auf den Rasen zurückkehren, weil der KSV vor dessen Verletzung bereits dreimal gewechselt hatte. Und als in der Nachspielzeit das gefahrbringende Gewühl im KSV-Strafraum entstand, war Mayer nicht mehr fit genug um einzugreifen.

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