Schnellcheck: KSV überzeugt beim 0:0 - Sorgen um Rakk

Kassel. Mit einem achtbaren 0:0 gegen den Aufstiegskandidaten und Tabellendritten 1. FC Saarbrücken hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel die Hinrunde beendet.

Mit 26 Punkten rangiert er auf Platz sieben. Gegen die Saarländer überzeugten die personell arg gebeutelten Löwen vor 1745 Zuschauern im Kasseler Auestadion einmal mehr. Allerdings gab es einmal mehr einen verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen. Der Schnellcheck.

Vorweg: Wie geht es Steven Rakk?  

Der Mittelfeldspieler des KSV Hessen Kassel verletzte sich nach einem Zusammenprall Mitte der ersten Halbzeit schwer. Er erlitt eine Schädelprellung und war dadurch kurzzeitig bewusstlos. Rakk musste auf der Trage vom Feld gebracht werden. Später kam der Rettungswagen zum Auestadion. Mittlerweile gab es eine erste Entwarnung: Bei Übergabe an den Rettungsdienst soll der 18-Jährige bei klarem Bewusstsein gewesen sein, hieß es von Vereinsseite. Trotzdem soll er nun im Elisabethkrankenhaus untersucht und überwacht werden. Seine Verletzung passt im traurigen Sinne zur Hinrunde des KSV Hessen, die geprägt war von einer Reihe Verletzungen. Auch Rakk fiel bereits aus. Auf alle Fälle: Gute Besserung!

KSV gegen Saarbrücken

 © HNA/Hedler
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Fernab davon: Wie war das Spiel?  

Aktualisiert um 17.05 Uhr

Zehn Minuten spielte der 1. FC Saarbrücken wie ein Favorit und eine Spitzenmannschaft: viel Ballbesitz, viel Sicherheit. Allerdings erarbeitete er sich nicht wirklich eine Torchance. Danach befreite sich der KSV mehr und mehr vom Druck der Saarländer, setzte seinerseits Akzente. Nicolai Lorenzoni kam nach Eingabe von Sergej Schmik nicht mehr richtig hinter den Ball, aber immerhin zur ersten Chance in der 13. Minute. Sebastian Schmeer traf nach einer knappen halben Stunde, allerdings stand er bei Lorenzonis Schuss zuvor im Abseits. Trotzdem: Der KSV machte das ordentlich, das 0:0 zur Halbzeit war auf alle Fälle gerecht, da Saarbrücken bis auf zwei Möglichkeiten von Mario Müller und trotz der reiferen Spielanlage nicht wirklich gefährlich war. Nach dem Seitenwechsel war das Bemühen der Saarbrücker erkennbar, verstärkt auf den Führungstreffer zu gehen. Marvin Studtrucker wäre nach 48 Minuten auch fast das 1:0 gelungen. Er schoss aber knapp am Pfosten vorbei, nachdem die KSV-Hintermannschaft irgendwie noch abwesend schien. Aber ähnlich wie in Durchgang eins steigerte sich der KSV. Um ein Haar, und Adrian Bravo Sanchez hätte sein Kunststück aus dem Spiel gegen Hoffenheim wiederholt und eine Ecke direkt verwandelt. Saarbrückens Torwart David Salfeld rettete in letzter Sekunde - zur nächsten Ecke. Einen Aufreger gab es anschließend auf der anderen Seite, als Saarbrücken einen Strafstoß forderte. Dabei war Mario Müller normal zum Schuss gekommen, der wieder sehr sichere KSV-Torwart Niklas Hartmann war zur Stelle. Jetzt wurde es ein Spiel mit höherem Unterhaltungswert: mit harten Zweikämpfen, mehr Torraumszenen und Chancen und viel Leidenschaft der Löwen. Nach einem Traumpass von Tim Brandner prüfte Schmeer den Saarbrücker Keeper, allerdings blieb es bei einem harmlosen Versuch. Am Drücker war jetzt eher der KSV, ohne - wie in dieser Saison so oft - zu einem späten Torerfolg zu kommen.

Gab es einen Aufreger?  

Ja. In der 85. Minute. Da sah KSV-Mittelfeldspieler Sergej Evljuskin Gelb-Rot nach einem doch eher harmlosen Foul, das auch nicht als taktisches Foul zu werten war. Erst zwei Minuten vorher hatte er Gelb gesehen. Insgesamt eine harte Entscheidung des nicht immer sicheren Schiedrichters Pascal Müller, der in der Nachspielzeit auch noch ein Handspiel eines Saarbrückers übersah, der noch dazu letzter Mann war. Interessant: Als Evljuskin in die Kabine ging, wurde er von großem Applaus begleitet. Pascal Müller musste sich dagegen "Schieber"-Rufe anhören.

Wer war der Mann des Tages? 

Naja, den gab es so nicht. Hervorzuheben ist aber KSV-Innenverteidiger Lucas Albrecht, der längst so etwas ist wie der erste Spielmacher seines Teams. Er baute viele Angriffe auf und zeigte sich in der Defensive bis auf wenige Ausnahmen sehr sicher.

Was machte Saarbrückens Torjäger Patrick Schmidt?

 Schmidt führt ja die Torjägerliste der Regionalliga Südwest an. Zu seinen bisher 14 Treffern kam in Kassel aber keins hinzu. Die Löwen-Abwehr hatte den Stürmer gut im Griff.

Wie war die Atmosphäre? 

1745 Zuschauer - für einen tristen Novembertag noch irgendwie in Ordnung. Aus Saarbrücken kamen annähernd 100 Anhänger mit nach Kassel, es gab also zwei Fanlager und eine Atmosphäre, die zumindest ein bisschen auf größeren Fußball hindeutete: also - sagen wir mal - Regionalliga-Fußball. Lobenswert auf jeden Fall das Wohlwollen des Publikums gegenüber den Löwen, die aus den Möglichkeiten in dieser Hinrunde wirklich das Beste gemacht haben. Mitte der zweiten Halbzeit schien es gar, als wollten die Zuschauer die Löwen zum Sieg tragen. So muss es sein.

Die Hinrunde ist vorbei. Ist jetzt erstmal Pause?  

Von wegen. Es geht nahtlos weiter - in einer Woche mit dem Start der Rückrunde. Dann gastiert Pirmasens im Auestadion. Eins ist klar: Sergej Evljuskin wird dann gesperrt sein. Bleibt zu hoffen, dass Steven Rakk bald wieder fit wird.

KSV: Hartmann - Schmik, Albrecht, Giese, Lorenzoni - Rakk (23. Mendy), Evljuskin, Bravo Sanchez, Brandner - Damm, Schmeer Gelb-Rot: Sergej Evljuskin (85.)

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