KSV Hessen in Ulm

1:1 - Löwen bleiben im vierten Spiel in Folge ungeschlagen

Erzielte den Ausgleich: Sebastian Szimayer traf in der 71. Minute zum 1:1. Es war das fünfte Tor für den Neuzugang, der im Sommer vom Eintracht Trier kam. Dieses Foto entstand beim Auftaktspiel gegen Waldhof Mannheim. Archivfoto:  Hedler

Ulm. Es läuft richtig gut zur Zeit beim KSV Hessen Kassel - zumindest in sportlicher Hinsicht. Das Regionalliga-Team von Trainer Tobias Cramer blieb auch im vierten Punktspiel in Folge ungeschlagen und kam nach zuvor drei Siegen in Serie nun zu einem 1:1 (0:0) beim SSV Ulm.

Bei den Spatzen hingegen läuft derzeit wenig zusammen. Auch nach dem ersten Pflichtspiel des vom Co- und zwischenzeitlichen Interims- zum Cheftrainer beförderten Tobias Flitsch warten die Schwaben weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga. Mit nur drei Zählern aus sieben Begegnungen sind sie nun Tabellen-Vorletzter.

Dem KSV Hessen Kassel kann dies egal sein. Obwohl die Löwen keineswegs furchteinflößend wirkten und nicht ihren allerbesten Tag erwischt hatten, reichte es zu einem Zähler. „In vielen Phasen haben wir nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Aber die Grundeinstellung meiner Mannschaft hat gestimmt“, war Cramer mit dem Spiel seiner Jungs und dem Resultat einverstanden.

In der Nachspielzeit hatte Kassel zudem noch das nötige Fortüne eines Teams, bei dem es derzeit läuft. In einem letzten Verzweiflungsakt zog der agile Ulmer Mittelfeldspieler Steffen Kienle ab. Sein Schuss landete am Innenpfosten und sprang von dort zurück ins Spielfeld. „Am Ende hatten wir ein Quäntchen Glück. Aber das war schon in Ordnung so. Wir haben uns dieses Glück in den letzten Wochen wahrlich verdient“, befand Trainer Cramer.

Auch beim Kasseler Ausgleich hatte sich das von Cramer zitierte Quäntchen Glück auf die Kasseler Seite der Waagschale gelegt. Nach einer Flanke von Ingmar Merle kam Sebastian Szimayer zum Schuss. Zuerst flutschte der Ball auf dem regennassen Rasen des Donaustadions durch die Beine eines Ulmer Abwehrspielers, dann durch die von Spatzen-Torhüter Holger Betz. Der versuchte zwar noch nachzufassen. Doch vergeblich, das Leder trudelte zum 1:1-Ausgleich ins Netz. Die etwa 70 KSV-Anhänger feierten diesen Treffer trotz der kühlen Temperaturen und des Regens teilweise mit nacktem Oberkörper.

Die Ulmer hatten über weite Strecken der Begegnung enttäuscht. Der Trainerwechsel bei den Spatzen - Co Tobias Flitsch bekam nach dem Rücktritt von Stephan Baierl und einer Interimsphase das Vertrauen der SSV-Verantwortlichen ausgesprochen - machte sich auf dem Rasen nicht bemerkbar.

Die Kasseler um ihren umsichtigen Mittelfeldspieler Sergej Evljuskin waren besser strukturiert als die Ulmer, die oftmals überhastet und mit weiten Bällen agierten. Ihre beste Chance in der ersten Halbzeit hatten die Gäste in der 24. Minute, als erst Sebastian Szimayer und dann zweimal Adrian Bravo Sanchez binnen weniger Sekunden gleich dreimal scheiterten.

Im zweiten Durchgang wirkten die Ulmer entschlossener und gingen durch einen Kopfball von Stürmer David Braig (50.) auch in Führung. Doch die durch die letzten Erfolge selbstbewussten KSV-Akteure ließen sich nicht beirren und brachten mit dem von Trainer Cramer angesprochenen Quäntchen Glück, aber keinesfalls unverdient, den Punkt ins Ziel.

Von Gerold Knehr

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