Löwen zu Gast bei Tabellenführer Waldhof Mannheim

Er ist der Star beim KSV-Gegner Waldhof Mannheim: Hanno Balitsch. Foto: dpa

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel durchlebt derzeit eine Berg- und Talfahrt. Erst gab es zu Hause ein mageres 1:0 gegen den Tabellenvorletzten Spielberg, dann ein beachtliches 1:0 auf fremdem Platz gegen den Tabellenzweiten Elversberg, dem sich ein mehr als enttäuschendes 1:1 im Auestadion gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Saar Saarbrücken anschloss.

Nun treten die Löwen bei einem Gegner an, der in der Tabelle so weit entfernt liegt wie Garmisch von Flensburg auf der Deutschlandkarte: Waldhof Mannheim heißt die Herausforderung des KSV, die am Samstag um 14 Uhr beginnt.

DER GEGNER

Für Matthias Mink, den Trainer des KSV Hessen, ist Mannheim der klare Favorit – und eine Art Vorbild für den Weg des KSV Hessen. Trainer Kenan Kocak hat seit 2013 Zeit bekommen, eine Mannschaft zu entwickeln. Dabei hielt der Verein an dem Trainer auch fest, als es nicht so gut lief. So belegte der ehemalige Bundesligist in der vergangenen Saison lediglich Platz 13.

Vor dieser Runde verstärkte sich Waldhof – und verpflichtete vor allem viel Erfahrung: Ex-Nationalspieler Hanno Balitsch und der ehemalige Bundesligaakteur Michael Fink geben nun den Ton an. Der 35 Jahre alte Balitsch, einst bei Leverkusen aktiv, verleiht dem Team nicht nur Stabilität, sondern er schießt auch wichtige Tore. Er erzielte jeweils den entscheidenden Treffer bei den Siegen gegen Neckarelz und gegen Kaiserslautern II.

Fink (34), einst bei Frankfurt unter Vertrag, strahlt viel Ruhe aus und bringt laut Mink eine hohe Qualität mit. „Insgesamt stimmt die Balance im Team der Mannheimer“, sagt der Trainer des KSV Hessen. „Auch im Umfeld passt es.“ Die Zuschauer sind angetan. Selbst beim 0:0 gegen Bahlingen kamen 5000 ins Carl-Benz-Stadion. DER KSV HESSEN

Die Diskussionen mit den Fans nach dem 1:1 gegen Saarbrücken hat Matthias Mink abgehakt, die Gespräche mit dem Verein über eine Vertragsverlängerung laufen. Aber der Blick des KSV-Trainers richtet sich vor allem auf die kommende Aufgabe. In Mannheim kann er wieder auf den zuletzt erkrankten Tobias Damm zurückgreifen. Fest steht, dass Mink die Besetzung der Außenverteidiger-Positionen erneut wechselt.

Für Tim Brandner und Marco Dawid rücken Nicolai Lorenzoni und Sergej Schmik wieder ins Team. Sie hatte Mink gegen Saarbrücken auch deshalb nicht von Beginn an gebracht, weil beiden eine Gelb-Sperre droht und sie gegen Mannheim aber auf alle Fälle dabei sein sollten. Für Marco Dawid bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass er auf der Bank sitzt. Er könnte auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen, zumal ihn Mink zuletzt lobte.

DAS SPIEL DANACH

Nach dem Spiel gegen Mannheim steht für den KSV Hessen das Spiel an, das in Anbetracht der Chancenlosigkeit im Kampf um die Playoff-Plätze zur wichtigsten Partie geworden ist: das Hessenpokal-Halbfinale gegen Kickers Offenbach, das am kommenden Dienstag um 20 Uhr auf dem Bieberer Berg angepfiffen wird. Matthias Mink will daran aber noch nicht groß denken. Er konzentriert sich voll auf Mannheim.

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