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KSV-Hessen-Vorstand Jens Rose macht es möglich: Eine Löwen-Lok fährt jetzt durchs Land

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Von: Maximilian Bülau

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Jens Rose (rechts) und Serafettin Sakir mit der KSV-Lok.
So sieht sie aus: Jens Rose (rechts) und Lokführer Serafettin Sakir präsentieren die Lok, die unter anderem mit dem Logo des KSV Hessen beklebt wurde. © Andreas Fischer

Dass Jens Rose eine Vorliebe für fahrbare Untersätze hat, ist kein Geheimnis.

Kassel – Autos gehören zu seinen privaten Schätzen, dem Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel stiftete das Vorstandsmitglied unlängst einen Vereinsbus, der großflächig mit dem Logo des Klubs, dem Namen und der Skyline von Kassel beklebt wurde. Nun gibt es aber nicht nur einen Bus, sondern auch eine Löwen-Lok, die durchs Land fährt.

Denn Rose, der ein Gleisbau-Unternehmen führt, hat eine seiner Loks ebenfalls mit dem Logo des KSV Hessen sowie dem Namen, dem Satz „Löwen geben niemals auf!“ und den Wörtern „Einsatz, Kampf, Leidenschaft“ versehen lassen. Diese hat nun am Samstag ihren ersten Einsatz, wird von Lokführer Serafettin Sakir ins Ahrtal überführt und ab Montag dort im Flutwassergebiet im Einsatz sein. „Auf Baustellen war die Lok schon, aber jetzt wird sie das erste Mal foliert unterwegs sein“, sagt Rose. Der erste Auftrag im Löwen-Design: Tonnen an Material zu transportieren, um eine Bahnstrecke von 50 Kilometern nach der Hochwasser-Katastrophe im vergangenen Jahr wieder in Ordnung zu bringen.

Foliert wurde die Lok von Fans des KSV Hessen. „Bislang stand sie so nur bei uns auf dem Hof, jetzt geht"s los“, freut sich Rose. Warum er das Ganze gemacht hat? „Erst mal fährt die Lok vornehmlich ins Ruhrgebiet, sie soll aber im ganzen Land zum Einsatz kommen. Wir sind ein Traditionsverein. Mein Opa hat den KSV schon unterstützt. Das ist für mich ein Stück Liebe zur Region und zum Verein, die ich zeigen möchte“, erklärt Rose. Unter Kollegen sei er schon als der vom KSV Hessen Kassel bekannt. „Klar, unter Eisenbahnern wissen viele, dass ich zu diesem Verein gehöre. Und für uns Eisenbahner ist so eine Lok auch noch mal etwas ganz Besonderes. Einsatz, Kampf und Leidenschaft sind auf Baustellen wie auf dem Fußballplatz notwendig“, erklärt der 61-Jährige.

Mit ins Ahrtal wird Rose am Samstag seine Lok nicht begleiten. Dafür möchte er aber am Sonntag dabei sein, wenn sein KSV Hessen zum Hessenderby nach Offenbach fährt. Am liebsten natürlich im Mannschaftsbus. Ob das wegen der Corona-Richtlinien möglich ist, weiß er noch nicht. Ansonsten wird er selbst mit dem Auto anreisen.

Der Vereinsbus, der Rose sehr am Herzen liegt, wird vor und nach dem Duell mit den Kickers dabei wohl Polizeischutz bekommen. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Koblenz im ersten Spiel nach der Winterpause hatten einige Anhänger des OFC den Mannschaftsbus der Koblenzer auf der Rückfahrt in der Stadt abgepasst und stark beschädigt. Dass ein KSV-Bus für solche „Fans“ ebenfalls ein Ziel werden könnte, wird deshalb befürchtet. (Maximilian Bülau)

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