Müller-Wechsel ist perfekt

KSV Hessen: Zwölf Neue und ein Rasen-Roboter beim Trainingsauftakt

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Steffen Dieck dreht seine Runden.

Kassel. Thorsten Bauer war dann auch noch einmal Thema. „Die Nummer 10 haben wir nicht. Ich habe ihm versprochen, dass die nicht vergeben wird, solange ich hier Trainer bin“, sagt Uwe Wolf am Rande des Trainingsauftaktes beim KSV Hessen Kassel.

Neun Spieler in der ersten von zwei Trainingsgruppen drehen auf der Laufbahn im Auestadion ihre Runden. Auf dem Grün tut es ihnen ein Rasenmäher-Roboter gleich. Wobei das, was er da macht, keine Runden sind. Eher ein kunterbuntes Durcheinander willkürlicher Linien. Ziemlich unorthodox sieht das aus. Und Wellen und Unebenheiten auf dem Platz sind auch vor dieser Saison deutlich sichtbar.

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Die Spieler dagegen machen konzentriert und schwitzend ihre Meter. Zwischendurch kommen sie zur Blutabnahme und Pulsmessung. Der Laktattest liefert Trainer Wolf die Fitnesswerte seiner Mannschaft vor dem Start in das umfangreiche Vorbereitungsprogramm. Anders als im vergangenen Jahr ist es diesmal ganz ruhig bei den Löwen. Damals hatte Christian Hock mit der Maßnahme überrascht, ausgerechnet Publikumsliebling Bauer vor dem Laktattest auszusortieren, und damit einen Sturm der Entrüstung losgetreten.

Fotos: Trainingsauftakt beim KSV

Trainingsauftakt beim KSV Hessen Kassel

Brummt über den Platz des Auestadions: Ein Rasenmäher-Roboter.

Diesmal freut sich sein Nachfolger Wolf vor allem darüber, ein Team präsentieren zu können, auf dessen Zusammenstellung er maßgeblichen Einfluss nehmen konnte. Wenn man so will, ist das auch für ihn, der in der Winterpause einen fertigen Kader übernahm, eine Art Neuanfang. Wolf jedenfalls sagt: „An dieser Mannschaft kann und werde ich mich messen lassen.“ Mit der Nummer 5 läuft in diesem Augenblick Stefan Müller an ihm vorbei. Der aus Karlsruhe stammende Verteidiger hat am Morgen seinen Vertrag beim KSV unterschrieben und ist damit vorerst der letzte Neuzugang. Einer könnte noch folgen, dann ist der Kader komplett. Ein Fragezeichen gibt es weiterhin hinter dem Verbleib von Caner Metin. Der Flügelspieler steht bei Wolf durchaus weiter auf der Liste. „Ich habe die Hoffnung, dass wir uns noch einigen“, erklärt der Trainer.

Stefan Müller, der am Montag bei den Löwen unterschrieb, vbekommt von Diplomsportlehrer Stephan Schulte Blut abgezapft.

Müller und die anderen Läufer schwitzen derweil immer stärker – kein Wunder, müssen sie beim Laktattest in den einzelnen Intervallen ihr Tempo doch kontinuierlich steigern. Der hochgewachsene Innenverteidiger ist einer von vier Akteuren, die Wolf aus seiner Zeit als Hoffenheimer Jugendtrainer kennt. Die anderen sind Gabriel Gallus, Ricky Pinheiro und Nico Hammann. Insgesamt sind es zwölf neue Löwen, die er morgens um zehn Uhr bei einem gemeinsamen Frühstück begrüßt hat. „Es gibt jetzt mehr Miteinander im Verein“, sagt Wolf. Und so soll auch die neue Mannschaft bei der Trainingsarbeit und bei zahlreichen Testspielen zusammenwachsen. „Sie muss sich finden“, erklärt Wolf. Der KSV soll wieder eine Einheit sein. Auch ohne das Trikot mit der Nummer 10. Eine Bildergalerie vom Auftakt beim KSV finden Sie auf www.hna.de

Von Frank Ziemke und Florian hagemann

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