Feigenspan, Schmik, Perrey und Girth treffen

Löwen trotzen der Kälte - 4:1-Sieg im Test gegen Bielefeld II

Kassel. Dieses Testspiel des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen den westfälischen Oberligisten Arminia Bielefeld II erinnerte gestern an einen, der gar nicht anwesend war: Uwe Wolf, einst Löwen-Trainer. Der sagte nämlich: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“

Insofern war der arm dran, der die Minusgrade und den Schneefall unterschätzte. Das 4:1 geht so womöglich als das ungemütlichste Freundschaftsspiel in die KSV-Historie ein. Dumm für die rund frierenden 80 Zuschauer: Die Partie begann auch noch 30 Minuten später, weil die Bielefelder nicht rechtzeitig in Kassel erschienen.

Trotzdem erwischten sie den besseren Start. Almir Kusovic traf in der sechsten Minute per Kopf, weil der einzig verbliebene gelernte Innenverteidiger der Löwen nicht aufgepasst hatte. Nico Perrey ließ dem Gegner bei der Entstehung des Gegentores zu viel Platz.

Der KSV tat sich auf dem rutschigen Kunstrasen zunächst schwer. Immerhin wurde er mit zunehmender Spieldauer immer besser. Und als er in Laune war, schoss er richtig schöne Tore: Mike Feigenspan erzielte in der 25. Minute mit einem Heber über den herauslaufenden Bielefelder Torwart das 1:1. Und nach dem Seitenwechsel spielten die Löwen die Überlegenheit aus, die zu erwarten ist, wenn eine Mannschaft eine Klasse höher aktiv ist: Der eingewechselte Sergej Schmik machte 20 Sekunden nach Wiederanpfiff das 2:1, Nico Perrey per Kunstschuss erzielte in der 74. Minute das 3:1, und Benjamin Girth sorgte kurz darauf für den Endstand.

Weiterhin nicht dabei beim KSV waren der noch angeschlagene Shqipon Bektashi und Adli Lachheb, der zuletzt als Gastspieler auftrat. Seine Zukunft ist offen.

Interessant: Mit Christian Müller machte bei den Bielefeldern einer mit, der eigentlich mit der Zweitligamannschaft ins Trainingslager nach Belek fliegen sollte. Er aber blieb zu Hause, weil er Angst vor einem Terroranschlag in der Türkei hatte. Nachteil: In Kassel war es gestern eindeutig kälter als in Belek.

KSV: Rauhut (46. Hartmann) – Najjer (46. Schmik), Evljuskin (60. Brandner), Perrey, Lorenzoni (46. Schulze) – Brill – Becker (80. Lensch), Lemke (46. Pepic) – Dawid, Comvalius (46. Girth), Feigenspan (72. Itter).

SR: Rübe (Vellmar) – Z: 80

Tore: 0:1 Kusovic (6.), 1:1 Feigenspan (25.), 2:1 Schmik (46.), 3:1 Perrey (74.), 4:1 Girth (76.)

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