Regionalligist ärgert Bundesliga-Absteiger im Testpiel

Der HNA-Schnellcheck: Löwen überzeugen beim 1:1 gegen Paderborn

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Auf dem Weg zum 1:1: Paderborns Torhüter Lukas Kruse (von links) kommt zu spät, Kassels Mike Feigenspan (Mitte) trifft. Niklas Hoheneder (Paderborn) kann nur noch zuschauen.

Es war der erste Auftritt des neuen KSV Hessen Kassel vor heimischem Publikum – und der war richtig gelungen.

Gegen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn gab es ein ebenso bemerkenswertes wie verdientes 1:1 (0:1) für den Regionalligisten. Der Testspiel-Schnellcheck:

Welchen Einfluss hatte die Hitze im Auestadion?  

Ganz ehrlich: Man schwitzte im Sitzen. Die Kleidung klebte am Körper selbst ohne Bewegung. Auch das war wohl ein Grund für die enttäuschende Kulisse. Ein anderer das attraktive Programm der kommenden Wochen, das Namen bereit hält, die mehr ziehen als Paderborn - trotz aller Sympathien, die sich die Ostwestfalen erspielt haben. Jedenfalls: Es waren höchstens 800 Zuschauer, die gekommen waren, um mit den Spielern um die Wette zu schwitzen. Die durften übrigens Trinkpausen einlegen.

Wie war denn das Freundschaftsspiel? 

Das war ein sehr ordentlicher Auftritt der Gastgeber. In allen Belangen. Schon in der Anfangsphase zeigten die Löwen mehrfach schöne Kombinationen. Torchancen hatten sie auch: einen Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz (16.) von Tobi Damm, einen Seitfallzieher von Squipon Bektasi (29.). Das Tor erzielte dann aber doch der Zweitligist. Nach einem feinen Solo von Süleyman Koc traf Srdjan Lakic per Hacke (30.).

Direkt nach der Pause aber hätte es bereits 1:1 heißen müssen: Mike Feigenspan spielte seine Schnelligkeit aus, war frei durch, scheiterte jedoch an Torhüter Lukas Kruse. Der Stürmer holte das aber nach. Nach Zuspiel von Sergej Schmik traf er in der 68. Minute bei einem Konter zum Ausgleich. Und wirklich: Dieses 1:1 war verdient.

Erstaunlich: Während Trainer Matthias Mink bei den Löwen nahezu komplett wechselte, hatte Gäste-Coach Markus Gellhaus nur drei Auswechselspieler mitgebracht. Kein Wunder also, dass Paderborn angesichts der Hitze kräftemäßig abbaute. In der Schlussphase hatte Rolf Sattorov so sogar den Siegtreffer auf dem Fuß.

War es denn die erste Mannschaft, die Paderborn mit nach Kassel brachte?

Nicht komplett. Kapitän Uwe Hünemeier beispielsweise fehlte. Ansonsten aber waren durchweg Akteure des Zweitligakaders dabei. Torhüter Lukas Kruse ebenso wie Marvin Bakalorz, Stürmer Mahir Saglik und eben Torschütze Lakic.

Gab es das Brüderduell der Pepics? 

Ja, aber erst in der zweiten Halbzeit. Paderborns Mirnes Pepic (19) spielte von Beginn an, sein drei Jahre älterer Bruder Hasan, von den Ostwestfalen zu den Löwen gewechselt, kam nach der Pause. Witzig: Beide trugen die Rückenummer 23. Obwohl beide Brüder ihre Position im Mittelfeld hatten, gab es kaum direkte Duelle. In der 74. Minute lag Mirnes verletzt am Boden. Wer kam, um sich anzusehen, ob es ernster ist? Natürlich Bruder Hasan.

KSV Hessen überzeugt beim 1:1 gegen Paderborn

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