Löwen verschlafen Anfangsphase – Albrecht muss verletzt raus

1:3 - KSV Hessen Kassel verliert bei Tabellenführer Saarbrücken

Den Kampf verloren: Kassels Kapitän Frederic Brill im Duell mit Saarbrückens Kevin Behrens (vorne) Im Hintergrund: KSV-Torwart Niklas Hartmann. Behrens sorgte mit zwei Treffern für die Niederlage der Löwen. Foto: Andreas Schlichter

Saarbrücken. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat sein Auswärtsspiel bei Tabellenführer Saarbrücken 1:3 (0:3)verloren. Trainer Tobias Cramer war nach der Niederlage stinksauer.

„Der Vorwurf geht ganz klar an die Mannschaft. Da haben einige bei der Gegneranalyse wohl nicht zugehört“, schimpfte Cramer nach dem Spiel. „Wir wussten um die Saarbrücker Stärke im Umschaltspiel. Darum wollten wir einfache Ballverluste vermeiden.“

Doch genau so fielen die ersten beiden Treffer. Der FCS eroberte vor 3000 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion den Ball, passte schnell nach vorn und schloss eiskalt ab. Beim 1:0 war Manuel Zeitz der Passgeber, Kevin Behrens schüttelte KSV-Verteidiger Lucas Albrecht ab und schlenzte den Ball vorbei an Torwart Niklas Hartmann ins lange Eck.

Da waren gerade neun Minuten gespielt. Beim zweiten Treffer überbrückten die Gastgeber mit zwei Pässen das ganze Spielfeld – Torjäger Patrick Schmidt hatte keine Probleme bei seinem dritten Saisontreffer (14.). Zehn Minuten später schien alles entschieden. Saarbrückens Marco Holz und Tobias Jänicke kombinierten sich nahezu ungestört über die linke Kasseler Abwehrseite. Behrens köpfte letztendlich zum 3:0 ein.

Bei der Aktion verletzte sich Albrecht am Knie, musste ausgetauscht werden. Für ihn kam Niklas Künzel. „Vielleicht glaubten bei uns nach dem Auftaktsieg gegen Mannheim einige, dass es von allein geht“, schimpfte KSV-Angreifer Sebastian Schmeer, dessen Kopfball in der 32. Minute die einzig nennenswerte Möglichkeit war. „Saarbrücken hat uns ganz schön hin und her gespielt.“

50 mitgereiste KSV-Fans sahen weiter eine einseitige Partie. Wo immer ein Löwe hinlief, war schon ein Saarbrücker und der Ball weg. Es war zu befürchten, dass die Gäste dem hohen Laufaufwand irgendwann Tribut zollen müssen – doch weit gefehlt. Nach einer Stunde begann Kassel plötzlich mitzuspielen. Ein abgefälschter Schuss von Sergej Schmik landete im Tor. Das 1:3 (61.) gab den Gästen neuen Mut.

Beim Kopfball von Schmeer musste Saarbrückens Torwart Daniel Batz nachfassen (78.), in der Schlussminute streifte ein weiterer Schmeer-Kopfstoß das Aluminium. „Wenn das 2:3 fällt, werden sie vielleicht noch mal nervös“, sagte Schmeer, „aber wir haben gezeigt, dass wir mit jedem Gegner mithalten können, wenn wir 100 Prozent geben.“

Diese Erkenntnis stimmte dann auch Trainer Cramer zumindest ein wenig versöhnlich: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Und demütig. Dann sind wir konkurrenzfähig.“ Dass die nächste Aufgabe gegen die U23 des VfB Stuttgart am kommenden Samstag im Auestadion nicht leichter wird, weiß Cramer und muss es nun seinen Spielern vermitteln.

Von Patric Cordier 

KSV Hessen Kassel verliert bei Tabellenführer Saarbrücken mit 1:3

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