KSV Hessen: Viele Reaktionen auf das Angebot von Sport-1-Reporter Dahlmann

TV-Übertragungen: Löwen wollen Gespräch mit Sport 1

Sie wollen Fußball im Stadion: Die KSV-Fans in der Nordkurve feiern mit Konfetti und protestieren gegen TV-Übertragungen bei Sport 1. Foto: Hedler

Kassel. Der Protest der eigenen Fans gegen abendliche TV-Übertragungen und die Aussagen von Sport-1-Reporter Jörg Dahlmann im Interview mit unserer Zeitung halten den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel derzeit in Atem. 

Vor dem nächsten TV-Spiel gegen Eintracht Trier am Dienstag (20.15 Uhr, Aue-stadion) erklärt Löwen-Pressesprecher Torsten Pfennig: „Wir haben jede Menge Reaktionen. Das beschäftigt uns und unsere Fans intensiv.“

Dahlmann hatte in dem Interview ein Gespräch mit Anhängern der Löwen angeboten, nachdem diese beim letzte Live-Spiel gegen Mannheim mit Plakat und Gesängen gegen seinen Sender protestiert hatten. Pfennig, zugleich Geschäftsstellenleiter, sagt dazu: „Wir bemühen uns derzeit intensiv, dieses Gespräch auch zustande kommen zu lassen.“ Dazu tauscht sich der Klub auch mit Fan-Sozialarbeiter Dennis Pfeifer aus.

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Aber nicht nur mit den Fans, auch innerhalb des Vereins sind die TV-Übertragungen viel diskutiertes Thema. „Es gibt für uns da kein Schwarz oder Weiß. Für beides gibt es gute Argumente“, sagt Pfennig, stellt aber auch klar: „Von der Regionalliga Südwest gibt es eine klare Ansage an die Vereine. Und auch wir haben eine klare Position.“ Der TV-Sender ist willkommen bei den Löwen. Aber: „Man sollte überlegen, ob ein Spiel in der Hinrunde nicht reicht. Zwei Partien hintereinander halten wir für unglücklich.“

Torsten Pfennig

Einer der Knackpunkte in der Diskussion ist, dass die Regionalligisten für die Übertragungen kein TV-Geld erhalten. Pfennig geht davon aus, dass zu der Partie gegen Waldhof Mannheim an einem Samstag deutlich mehr Zuschauer gekommen wären als die 3700 an einem Montag um 20.15 Uhr. Selbstkritisch erklärt er aber: „Wir haben noch Nachholbedarf in der Vermarktung dieser Spiele.“ Diese allerdings gestaltet sich auch schwierig. Ein einzelnes Spiel in der Viertklassigkeit muss erst mal vermarktet werden.

Lobende Worte findet der Löwen-Pressesprecher für Reporter Jörg Dahlmann, der im Interview in Richtung der Fans auch gesagt hatte: „Wir lieben dieselbe Sache.“ Pfennig bestätigt das: „Er ist vor solchen Spielen im regen Austausch mit uns. Und da merkt man, dass er mit Herz und Seele bei der Sache ist.“

Ein Satz aus dem Interview könnte allerdings zur Steilvorlage für die Gegner der Übertragungen werden. „Wenn wir in Kassel nicht mehr willkommen sind, gehen wir halt woandershin.“ Eine Aussage, die weitere Proteste provozieren könnte bei denen, die – was für Pfennig nachvollziehbar ist – vor allem Wochenspieltage und Anstoßzeiten kritisieren, die ihnen Auswärtsreisen unmöglich machen. Gerade auch deshalb hoffen die Gastgeber, dass das angebotene Gespräch zwischen Dahlmann und Fans zustande kommt.

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