Anpfiff im Auestadion ist um 14 Uhr

KSV Hessen empfängt morgen Nöttingen: Löwen wollen Serien ausbauen

Gut in Form: KSV-Torwart Kevin Rauhut, der gestern seinen Vertrag bei den Löwen verlängert hat. Im Hintergrund: Enrico Gaede. Foto: Hedler

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat derzeit das, was ganz gern als Lauf bezeichnet wird: Er gewinnt und gewinnt und gewinnt und kassiert dabei kein einziges Gegentor.

Im morgigen Heimspiel gegen den Aufsteiger FC Nöttingen (Anpfiff: 14 Uhr) wollen die Löwen ihre Erfolgsserien ausbauen – zumal es so etwas lange nicht gegeben hat. Fragen und Antworten zu den Löwen-Serien und dem nächsten Spiel.

Die Löwen haben in der Liga zuletzt vier Siege in Folge erzielt. Wann hat es das zuletzt gegeben? 

Zuletzt hatten die Löwen vor fast genau zwei Jahren solch einen Lauf. Unter Trainer Uwe Wolf ebneten die Siege im April 2013 gegen Pfullendorf, in Eschborn, bei Freiburg II und gegen Hoffenheim II den Weg in die Playoffs zur Dritten Liga, in denen der KSV allerdings gegen Kiel unterlag. Mehr als vier Siege hintereinander landeten die Löwen zuletzt in der Saison 2010/2011. Damals gab es unter Trainer Mirko Dickhaut gleich ab Spieltag zwei eine beeindruckende Serie von sechs Erfolgen.

Seit nunmehr vier Spielen ist der KSV auch ohne Gegentor. Wann war das zuletzt der Fall?

Lang, lang ist es her. Gegen Ende der Saison 2005/2006 ließ die Defensive der Löwen über acht Spiele hinweg keinen Gegentreffer zu – damals noch in der Oberliga. Den Anfang machte ein 5:0 am 8. April 2006 gegen den SV Erzhausen; die Serie hielt bis zum 5:0 am 13. Mai 2006 gegen den KSV Klein-Karben. Interessant: Im Tor stand damals noch Oliver Adler – und damit jener Mann, den der heutige KSV-Torhüter Kevin Rauhut einst bewunderte.

Beide kommen aus dem Ruhrgebiet, und als Oliver Adler noch für den Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen im Tor stand, warf ihm der kleine Kevin als Balljunge immer mal den Ball zu. Rauhut sagt heute: „Ich kenne ihn natürlich gut, aber er kennt mich nicht wirklich.“ Aber das lässt sich ja ändern, wenn Rauhut die Serie von Adler aus dem Jahr 2006 knackt. Rauhut sieht die aktuelle Abwehrstärke als Indiz für die Weiterentwicklung des Teams. „Wir haben uns Automatismen erarbeitet“, sagt der 25-Jährige. „Jeder Spieler weiß, was zu tun ist.“ Das lässt sich auch daran erkennen, dass der KSV den Höhenflug zu einer Zeit erlebt, in der Trainer Matthias Mink permanent Veränderungen im Team vornimmt und jeder mal eine Chance erhält. „Das tut dem gesamten Kader gut“, sagt Rauhut. „Jeder reißt sich fast ein Bein aus, wenn er spielt.“

Mike Feigenspan hat in den vergangenen drei Spielen jeweils mindestens ein Tor geschossen. Wann ist das einem KSV-Spieler zuletzt gelungen?

Gleich zu Beginn der vergangenen Saison war es Christian Henel, der in den ersten drei Spielen wie nun Feigenspan vier Treffer erzielte. Während der mittlerweile vereinslose Henel KSV-Geschichte ist, verkörpert Feigenspan die Zukunft. Der 19-Jährige hat einen Vertrag für die nächste Saison und: „Er fühlt sich wohl bei uns“, sagt Trainer Mink, der zudem glaubt, dass Feigenspan mit dem Trubel gut umzugehen weiß: „Er macht das gut – und außerdem ist es keiner, der durch die Decke geht.“

Mit wem will Trainer Matthias Mink all die Serien ausbauen?

Außer dem verletzten Tobias Damm sind alle Spieler einsatzbereit. Auch Tobias Becker ist nach seiner Sperre mit dabei gegen den Tabellen-14.. Wer spielt, weiß man aber nie so genau bei Mink. Beim 4:0 in Zweibrücken tauchte plötzlich Yeon-Woong Jung in der Startelf auf. „Er hat es gut gemacht“, sagt Mink. Das muss aber nicht heißen, dass Jung nun erneut beginnt. Sicher scheint aber: Rauhut und Feigenspan sind gesetzt. Es geht ja um den Ausbau der Serien.

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