Demnächst soll es auch regelmäßiges Training geben

Ein Löwenherz für Flüchtlinge: KSV sammelt Spenden

Er ist zu Hause fündig geworden: Der Vorsitzende des KSV-Ältestenrates, Werner Hassenpflug, spendet für Flüchtlinge. Foto:  Koch

Kassel. „Kleine Geste, große Freude“ – unter diesem Motto sammelt Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel Spenden für Flüchtlinge.

Die Sachen können ab sofort zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle (Damaschkestraße 35) abgegeben werden. Und nicht nur das: Um den jungen Menschen, die ohne Verwandte nach Deutschland gekommen sind, ein wenig Ablenkung und schnelle Integration zu ermöglichen, soll es bald auch ein sportliches Programm geben.

„Wir werden künftig zwei bis dreimal in der Woche ein Training unter Aufsicht unserer Übungsleiter sowie Spielern der ersten Mannschaft anbieten. Darüber hinaus stellen wir ein festes Kontingent an Freikarten für die Heimspiele zur Verfügung“, erklärt KSV-Finanzvorstand Dirk Lassen. Koordiniert werden die Trainingseinheiten durch den sportlichen Leiter des Nachwuchsbereiches, Karl-Heinz Wolf. „Es sind noch ein paar Einzelheiten mit der Stadt Kassel zu klären, und dann kann es losgehen“, sagt Wolf.

Für Trikots und Hosen seitens des Vereins ist bereits gesorgt, jetzt sind vor allem aktive oder ehemalige Fußballer aufgerufen, Schuhe, Trainingsanzüge oder -pullover zu spenden. Einer aus dem Löwenrudel, der bereits ein Herz für Flüchtlinge gezeigt hat, ist Werner Hassenpflug. Der Vorsitzende des KSV-Ältestenrates und Ehrenamtsbeauftragte stellte zwei Paar Fußballschuhe, Schienbeinschützer, Stutzen und eine Tasche zur Verfügung. „Ich habe in mein Fußballregal geschaut und gedacht: Im November werde ich 75 Jahre alt, da ziehe ich die Sachen ganz bestimmt nicht mehr an“, erzählt Hassenpflug und lacht.

Der langjährige KSV-Spieler will nun auch weitere Weggefährten zum Spenden animieren. „Es soll ein Anstoß sein, dass ältere Kollegen von mir ebenfalls mal im Keller schauen, was da noch so rumsteht. Vielleicht brauchen sie davon ja auch das eine oder andere nicht mehr“, sagt Hassenpflug, dessen kleine Geste den Flüchtlingen sicher große Freude bereiten wird.

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