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Mandeln, Zähne und das Ohr: Den KSV Hessen plagen vor der Partie in Koblenz ungewöhnliche Probleme

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Von: Maximilian Bülau

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Frederic Brill.
Fehlt wegen einer Mittelohrentzündung: KSV-Kapitän Frederic Brill. © Andreas Fischer

Es klingt wie die Krankenliste der Grundschulklasse 3b. Mandel-OP, Zahnschmerzen, Mittelohrentzündung.

Kassel – Doch tatsächlich sind das die Ausfallgründe dreier Spieler des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel für das morgige Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Koblenz (14 Uhr). Sind es normalerweise Dinge wie ein Muskelfaserriss, Knöchelprobleme oder eine Zerrung, die Spieler zur Pause zwingen, bremsen in dieser Woche die eher alltäglichen Wehwehchen einige Löwen aus.

Um wen es geht? Silas Hagemann, der nach einer Mandel-OP erst im kommenden Jahr wieder einsteigen wird. Oliver Issa Schmitt, dem ein Zahn gezogen wurde und der deswegen fraglich ist. Und Kapitän Frederic Brill, der nach einer Erkältung in der Vorwoche nun mit einer Mittelohrentzündung flachliegt, in Koblenz definitiv nicht dabei sein wird. Hinzu kommt Kevin Nennhuber, der wegen Problemen mit dem Innenband nicht einsatzbereit ist.

Bitter ist das vor allem, weil dieses Spiel wieder einmal ein richtig wichtiges ist für den KSV. Koblenz ist Tabellenletzter – und seit 15 Partien sieglos. Überhaupt ist den Rheinland-Pfälzern erst ein Sieg in dieser Saison geglückt: am 3. Spieltag beim 1:0 gegen Kickers Offenbach. Eine Woche zuvor hatte Rot-Weiß beim 2:2 einen Zähler aus Kassel mitgenommen, sogar 2:0 geführt. Marcel Fischer und Jon Mogge sorgten in der Hinrunde dafür, dass der KSV zumindest nicht verlor. Die Löwen befanden sich damals ja selbst in einer schwierigen Lage, feierten erst am 11. Spieltag den ersten Saisonerfolg.

Nun ist Koblenz aber ein Pflichtsieg? „Für viele in Kassel wird es wahrscheinlich heißen, dass das ein Pflichtsieg ist. Aber die Regionalliga ist tückisch. Für Koblenz ist dieses Spiel vielleicht der letzte Strohhalm, und die Mannschaft wird alles daran setzen, die Negativserie zu beenden“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm. Für den KSV selbst geht es darum, das Jahr mit positiven Erlebnissen zu beenden und sich nach dem völlig verkorksten Saisonstart eine dann doch ganz ordentliche Ausgangssituation für die Rückrunde zu verschaffen. Nach der Partie in Koblenz stehen noch zwei Heimspiele gegen den FSV Frankfurt und die TSG Hoffenheim II an.

Von dem einen richtungsweisenden Spiel will Kapitän Brill aber nichts wissen. Da standen wir schon häufiger in dieser Saison. Ganz einfach, weil der Start so schlecht war. Das ist dieses Mal wieder der Grund: Es ist eine wichtige Partie, weil wir uns durch zehn sieglose Spiele in diese Situation gebracht haben. Nicht, weil wir gegen den Letzten antreten“, sagt der 30-Jährige.

Optimistisch ist Brill trotz seiner Abwesenheit. „Ich kenne die Jungs, die springen in die Lücke und füllen sie aus. Das traue ich jedem zu“, sagt er. Bislang musste die Brill-Lücke in dieser Saison nur einmal gefüllt werden, am 12. Spieltag wegen einer Gelbsperre des Kapitäns. Damals verlor der KSV 0:3 gegen Ulm. Doch mittlerweile sind die Löwen – anders als Koblenz – eben raus aus der Krise. Aus den vergangenen acht Spielen holten sie 14 von 24 möglichen Zählern. „Zuletzt waren wir eine Top-Mannschaft, anfangs ein richtiger Absteiger“, ordnet Brill ein.

Präsentiert sich der KSV in Koblenz wie ein Top-Team, dann sind auch die Wehwehchen zu verschmerzen. (Maximilian Bülau)

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