KSV-Torwart Maximilian Zunker vor dem Spiel gegen Pirmasens

Mit dem linken Fuß voran

Oft im Zentrum des Geschehens: KSV-Torwart Maximilian Zunker, hier im Heimspiel gegen Schott Mainz, absolvierte seine ersten drei Spiele in der Regionalliga. Von links verteidigen die Löwen-Teamkollegen Alban Meha, Kevin Nennhuber und Sergej Evljuskin.
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Oft im Zentrum des Geschehens: KSV-Torwart Maximilian Zunker, hier im Heimspiel gegen Schott Mainz, absolvierte seine ersten drei Spiele in der Regionalliga. Von links verteidigen die Löwen-Teamkollegen Alban Meha, Kevin Nennhuber und Sergej Evljuskin.

Kassel – Drei Spiele, zwei Siege, ein Unentschieden – das ist die aktuelle Bilanz des KSV Hessen Kassel. Es ist aber auch die Bilanz von Löwen-Torwart Maximilian Zunker, der eines von sich behaupten kann: Er ist in der Regionalliga noch ungeschlagen. Am Samstag bestreitet der 26-Jährige sein viertes Spiel in der vierthöchsten Spielklasse, zu Gast im Auestadion ist dann ab 14 Uhr der FK Pirmasens.

„Da war emotional eigentlich schon fast alles dabei. Nur eben noch keine Niederlage. Ich hoffe, dass es auch nach dem Spiel am Wochenende so bleibt“, sagt der aus Hann. Münden stammende Schlussmann und lacht. 2018 war Zunker vom Tuspo Weser Gimte aus der Bezirksliga nach Lohfelden gewechselt, wo er dann auch 22 Einsätze in der Hessenliga bestritt. Ein Jahr später heuerte er bei den Löwen an. Und jetzt? Hütet Zunker plötzlich in der Regionalliga den Kasten. „In Stuttgart hat unsere Verteidigung unfassbar viel weggeholt, das war schon Wahnsinn. Ohne Gegentor in eine Saison zu starten, ist natürlich der Wunsch eines jeden Torhüters“, sagt Zunker, der den Platz immer erst mit dem linken Fuß betritt. „Das ist eigentlich das Einzige, was ich mir angwöhnt habe.“

Dann kam das erste Heimspiel. Gegen Schott Mainz. Und Zunker stand oft im Mittelpunkt des Geschehens. Einmal sogar, als es ihm gar nicht so lieb war. „Da habe ich den Ball fallen gelassen, weil ich im Kopf schon eine Aktion weiter war. Mein erster Gedanke: Wo ist der Ball? Gott sei Dank ist daraus kein Gegentor entstanden, die Situation war schon brenzlig. Aber die Jungs haben sich danach voll reingeworfen, dass nichts mehr passiert“, erinnert sich der 1,93-Meter-große Keeper.

Am Dienstagabend muss er dann dreimal chancenlos hinter sich greifen. Beim 3:3 in Stadtallendorf. „Das war wild, ohne Mittelfeld. Es ging in der ersten Halbzeit zu wie beim Tennis. Aber ich denke, dass wir ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient einen Punkt geholt haben. Die Gegentore sind echt unglücklich gefallen, und das kurz vor der Pause hätte auch nicht sein müssen“, sagt Zunker, der mit einer überragenden Parade in der Schlussphase, als er übergriff und den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte, großen Anteil daran hatte, dass die Partie nicht verloren ging.

Ob er jetzt schon angekommen ist in der Regionalliga? „Das Spiel ist sehr viel schneller, sehr viel körperbetonter als in der Hessenliga. Und du hast viel weniger Zeit, hinten raus zu spielen“, nennt Zunker die Unterschiede. Das wird auch am Samstag gegen Pirmasens der Fall sein. „Wir bereiten uns ja auf jeden Gegner per Videoanalyse vor. Und ich schaue mir dann noch einmal die Elfmeterschützen ein bisschen genauer an“, verrät Zunker, der mit seinen Teamkollegen wieder auf die Unterstützung der Fans im Auestadion   bauen kann. „Diese Kulisse motiviert einen natürlich unheimlich.“ Vielleicht bleibt Maximilian Zunker mit dieser Hilfe dann auch in seinem vierten Spiel ungeschlagen.

Von Torsten Kohlhaase

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