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1:0 in Trier: Nachspielzeit, Eigentor, Löwen-Glück

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Von: Torsten Kohlhaase

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So sehen Sieger aus: Mit der letzten Aktion des Spiels macht der KSV Hessen den 1:0-Erfolg in Trier perfekt. Unser Bild stammt vom Heimspiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart.
So sehen Sieger aus: Mit der letzten Aktion des Spiels macht der KSV Hessen den 1:0-Erfolg in Trier perfekt. Unser Bild stammt vom Heimspiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart. © dieter schachtschneider

Dieses Ende kannst du dir so nicht ausdenken: Unfassbar, unglaublich. Es ist die eigentlich letzte Aktion, die da im Moselstadion läuft. Es steht 0:0 zwischen Eintracht Trier und dem KSV Hessen in der Fußball-Regionalliga Südwest. In der vierten Minute der Nachspielzeit läuft Jascha Döringer noch einmal auf links die Linie runter, gibt nach innen, und dort ist Marco Dawid zur Stelle.

Es ist das goldene Tor des Nachmittags, das am Ende allerdings nicht der Löwen-Spieler schießt, sondern Jason Thayaparan. Sein Treffer ins eigene Netz stellt den so wichtigen 1:0 (0:0)-Erfolg der Nordhessen sicher – weil danach nur noch mal kurz angepfiffen wird. Es ist der erste Auswärtssieg des KSV in dieser Saison, der die Kasseler auch durch den Punktabzug von Aalen auf den ersten möglichen Nichtabstiegsplatz beförderte.

Bei den Löwen fehlten die Langzeitverletzten Tim Dierßen, Nicolas Gröteke und Leonardo Zornio. Daneben musste auch Silas Hagemann wegen einer Mandel-OP passen, Steven Rakk ist gesperrt. Nach seinem bislang einzigen Einsatz am ersten Spieltag stand Oliver Issa Schmidt wieder im Kader. Und in der Startelf änderte KSV-Trainer Tobias Damm eine Position: Nael Najjar durfte für Alexander Mißbach ran, der gar nicht im Kader stand.

Nach nicht mal einer Minute rutschte den etwa 100 mitgereisten Löwen-Anhängern gleich mal das Herz in die Hose. Gabriel Weiß flankte auf Michael Omosanya, der am langen Pfosten knapp verpasste. Obwohl die Anfangsphase den Gastgebern gehörte, hatte dann auch der KSV seine größte Chance im ersten Durchgang. Lukas Iksal bediente Serkan Durna, der aus zentraler Position allein vor dem Trierer Gehäuse den Ball deutlich über die Latte setzte (8.). Für eine weitere Schrecksekunde sorgte Marlon Sündermann, der sich gegen Omosanya fast verschätzte (12.). Nach einer Viertelstunde waren die Löwen trotzdem gut drin in diesem Sechs-Punkte-Spiel, das sich kaum Auszeiten nahm und über weite Strecken richtig gut anzusehen war.

Die größten Chancen hatte dann aber Eintracht Trier. Und was für welche. Gleich zweimal schepperte es am Aluminium. Und zweimal war Omosanya dafür verantwortlich. In der 27. Minute bediente Christopher Spang den Stürmer, der über die linke Seite abzog. Zunächst traf der Ball den linken Pfosten, dann den rechten, ehe Kevin Nennhuber vor der Linie klären konnte. Wenig später war es wieder Omosanya, der von Jan Brandscheid in Szene gesetzt wurde. Diesmal traf er die Latte (31.). So endete der erste Durchgang mit einem leichten Übergewicht der Gastgeber.

Nach der Pause kam dann der KSV stark und dominant aus der Kabine. Die Löwen ließen den Ball gut laufen, verlagerten immer wieder überlegt. In der 52. Minute hätten sie sich dann fast auch belohnt, als Hendrik Starostzik einen Freistoß von Frederic Brill per Kopf verlängerte. Triers Torwart Wieszolek lenkte den Ball gerade noch über die Latte. Die Gäste erarbeiteten sich nun ein klares Übergewicht, ohne allerdings die riesengroßen Möglichkeiten zu bekommen. Nael Najjar versuchte es nach einem Alleingang aus zentraler Position, aber auch er setzte den Schuss zu hoch an (68.).

Und Damm wollte mehr als das 0:0. Die Einwechslungen von Jascha Döringer, Marcel Fischer und Jon Mogge brachten nochmal frischen Wind in die Partie, auch wenn Sündermann nochmal in höchster Not gegen Kinscher klären musste (77.). Nachdem Sven König per Freistoß abermals die Latte getroffen hatte (88.), stellte man sich eigentlich auf ein 0:0 ein. Doch dann kam Döringers Flankenlauf – und ein Schuss ins Löwen-Glück.

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