Schnellcheck zum Testspiel

0:2 gegen den Bundesligisten: Mutiger KSV unterliegt dem HSV

0:2 unterlagen die Löwen den Bundesligisten vom HSV

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat seine Festspielwochen mit einer 0:2-Niederlage, aber zugleich mit einer guten Leistung im Test gegen den Bundesligisten Hamburger SV eingeläutet. 12.000 Zuschauer sahen die Partie im Auestadion. Der Schnellcheck.

Wie war das Spiel im Kasseler Auestadion?

Der Hamburger SV begann, als sei er Deutscher Meister und nicht Gerade-so-noch-Bundesligist. Er kam gleich zu Chancen: Nicolai Müller traf in der dritten Minute den Pfosten, Pierre-Michel Lasogga war vier Minuten später mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich. Begünstigt wurde die Sturm- und Drangphase der Hanseaten von einem KSV, der reichlich Respekt zu haben schien und Abstimmungsprobleme in der Defensive offenbarte.

Nach zehn Minuten legten die Löwen die Lethargie ab, sie präsentierten sich nun als couragierter Gegner. Tobias Damm verpasste knapp den Ausgleich, dann setzten Hasan Pepic und Mike Feigenspan mit Volleyschüssen Ausrufezeichen. Der KSV kombinierte jetzt besser und bekam viel Applaus.

Und der HSV? Spielte dann doch eher wie ein Gerade-so-noch-Bundesligist, der soeben ein Trainingslager in Harsewinkel absolviert hat. So blieb der KSV in Halbzeit zwei ein Team, das gut mithielt - und manchmal sogar mehr. Die größte Möglichkeit vergab KSV-Stürmer Benjamin Girth in der 66. Minute - freistehend. Hinzu kam Pech für den KSV: Bektashis Tor wurde aberkannt - wegen einer Abseitsstellung. Sehr umstritten. Tim Welker traf noch den Pfosten - allerdings den des eigenen Tores. Hamburgs Cleber sorgte mit dem 2:0 per Kopf schließlich für die Entscheidung.

Wie hoch war denn der Starfaktor?

Nun ja, der ehemalige Nationaltorwart René Adler war nach seiner Verletzung noch nicht dabei. Aber sonst bot der Hamburger SV schon all die Spieler auf, die in der nächsten Saison versuchen sollen, den Abstieg mal ohne den Umweg der Relegation zu verhindern. Der Schwede Albin Ekdal deutete an, dass er eine Verstärkung werden kann. Ansonsten mischten auch die beiden neuesten Neuzugänge mit: Michael Gregoritsch vom VfL Bochum und Sven Schipplock von der TSG Hoffenheim. Ansonsten stand der Star des HSV vor dem Stadion: der Mannschaftsbus.

Wer war der Mann des Abends?

Den gab es in dem Sinne nicht, wobei: KSV-Spieler Hasan Pepic war sicher der Auffälligste des KSV Hessen, weil er sich was traute. Gut so!

KSV Hessen unterliegt im Testspiel dem HSV mit 0:2

Sprang Bruno Labbadia wieder wild umher?

Die Bilder bleiben für immer: wie Bruno Labbadia nach der erfolgreichen Relegation gegen den Karlsruher SC sprintete, jubelte, herzte, umarmte. Im Auestadion war der Trainer des Hamburger SV - gaaaanz ruhig. Die Emotionen hebt er sich wohl für die Pflichtspiele auf.

Wie war die Atmosphäre im Auestadion?

Als vor der Partie die Sonne auf den Vorplatz des Kasseler Auestadions schien, sich immer mehr Fans dort einfanden und der Shantychor Landwehrhagen die richtigen Töne anstimmte, sagte Jochen Gabriel, ehemaliger Vorstand des KSV: „So könnte es jeden Samstag sein.“ Stimmt. Die Atmosphäre hatte schon etwas von Fußball jenseits der Regionalliga. Im Stadion fanden sich schließlich 12 000 Zuschauer ein - für solch eine Zahl mussten die Löwen zuletzt fast eine ganze Halbserie spielen.

Ist der KSV nun gerüstet für den Punktspielstart am kommenden Freitag gegen Offenbach?

Zumindest nehmen die Löwen eine Portion Selbstbewusstsein mit. Wer gegen den HSV die Scheu ablegt, braucht Offenbach nicht zu fürchten. Nur das Toreschießen sollten sie noch lernen.

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