4000 Zuschauer bejubelten den KSV

Nach dem Sieg gegen Mannheim: So wird Hessen Kassel nie untergehen

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Erster Jubel im Auestadion: Unser Foto zeigt von links Brian Schwechel, Jan Erik Leinhos, Frederic Brill, Arne Schütze, Lucas Albrecht, Sergej Schmik und Steven Rakk beim Feiern vor der Fankurve nach dem Sieg gegen Mannheim.

Kassel. Der Hit für die Löwen-Saison dürfte schon nach dem ersten Spieltag geboren sein. „Hessen Kassel wird nie untergehen" - so erklang es immer wieder aus dem Fanblock.

So prangte es eindrucksvoll auf dem Plakat, das den gesamten Zaun der Nordkurve bedeckte. Die Fußballspieler des KSV Hessen Kassel nahmen sich das ausgerufene Motto zu Herzen: Vor 4000 Zuschauern im Auestadion bejubelten sie einen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den Vorjahres-Zweiten Waldhof Mannheim. Ingmar Merle und Sebastian Szimayer sorgten mit ihren Toren für den Traumstart in die Saison. Die wichtigsten Aspekte der Partie:

Die Neuen treffen gleich

Ingmar Merle zum 1:1 in der 35. Minute, Sebastian Szimayer mit dem Siegtreffer in der 55. - der Rückkehrer und der Neuzugang, auf dem die größten Hoffnungen ruhen, treffen. Besser kann ein Einstand kaum sein. Oder, wie Trainer Tobias Cramer sagt: „Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt.“

Merle stand trotz Trainingsrückstands in der Startformation. Er hatte deutliche Tempodefizite, doch beim Tor war der unbedingte Wille förmlich zu spüren. Szimayer zeigte von Beginn an, dass der KSV viel Freude an ihm haben kann. Er war an nahezu allen gefährlichen Situationen beteiligt, traf in der 19. Minute - allerdings aus Abseitsposition - und war dann beim 2:1 per Kopf zur Stelle.

Auf Standards ist Verlass

Schon im Vorjahr war der KSV nach Ecken und Freistößen häufig gefährlich. Gegen Mannheim entsprangen beide Tore Standardsituationen, die von Adrian Bravo Sanchez ausgeführt wurden. Beim 1:1 waren ein Freistoß und eine Kopfball-Ablage von Lucas Albrecht vorausgegangen, beim 2:1 ein Eckball von der rechten Seite.

Die Einstellung stimmt

Klar, Waldhof war spielerisch stärker, hatte erkennbar viel Qualität in seinen Reihen. Doch sogar Gästetrainer Gerd Dais stellte später fest: „Kassel hat leidenschaftlich gekämpft und deshalb verdient gewonnen.“ Die Löwen leisteten ein hohes Laufpensum, gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Die Tugenden der Vorsaison leben weiter. „Wenn sie diese Bereitschaft, diesen Teamspirit aufrecht halten, dann können sie auch Fehler machen,“ lobte Cramer seine Mannschaft.

Das Umschaltspiel stockt

Die Fehler, die gab es gegen Mannheim. Vor allem in der ersten Hälfte. „Wir haben zu oft falsche Entscheidungen getroffen“, urteilte Cramer, monierte vor allem Ballverluste im Mittelfeld. So wurde auch die Schwäche der Löwen im defensiven Umschaltspiel aufgedeckt. Torhüter Niklas Hartmann verhinderte mehrfach Gegentreffer. Das 0:1 entsprang aber ebenfalls einem Ballverlust im Mittelfeld, als Sergej Schmik durch ein riskantes Anspiel in Bedrängnis gebracht wurde. Lukas Kiefer vollendete den Konter mit einem Schuss von der Strafraumgrenze.

Immerhin: Nach dem 2:1 überstanden die Gastgeber die Schlussphase, ohne eine Chance zuzulassen. Das übrigens mit den eingewechselten und aus der A-Jugend kommenden Arne Schütze und Brian Schwechel, die mit „Puls 180“ (Cramer) auf das Feld gekommen waren.

Die Stimmung begeistert

Es gab Momente für Gänsehaut im Auestadion. Nicht erst nach der Führung. Okay, der leere Osten ist gewöhnungsbedürftig. Doch auch auf der Haupttribüne wurde es richtig laut. Und am Ende gab es minutenlang: „Hessen Kassel wird nie untergehen.“

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