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Nach 2:0-Sieg des KSV Hessen gegen Frankfurt: Genugtuung und zittrige Knie

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Von: Torsten Kohlhaase

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Holte den ersten Elfmeter raus: Tim Philipp Brandner. © Hedler

Kassel. Sie ließen mal wieder etwas länger auf sich warten, die Spieler des KSV Hessen. Verständlich. Denn der 2:0-Erfolg gegen den FSV Frankfurt musste natürlich ausgiebig mit den Fans gefeiert werden.

Neben dem wieder einmal überragenden 19-jährigen Brian Schwechel drängten aber vor allem drei weitere Spieler in den Vordergrund. Wir sprachen nach der Stadionrunde mit ihnen.

CEDRIC MIMBALA

Überragendes Stellungsspiel in der Innenverteidigung, starke Spieleröffnungen und Torgefahr im gegnerischen Strafraum – der Winter-Neuzugang kommt bei den Löwen immer besser in Tritt. Auch ohne seinen etatmäßigen Partner, den gelbgesperrten Lucas Albrecht. „Sergej Evljuskin hat das richtig super gemacht, wir haben über die gesamten 90 Minuten nichts zugelassen“, lobte der 31-Jährige seinen Kollegen.

Nach den Siegesfeierlichkeiten mit seinem fünf Monate alten Sohn Luan auf dem Arm war er über den Triumph gegen den südhessischen Rivalen besonders erfreut. „Wenn man gesehen hat, was dort in der Frankfurter Presse so alles über das Spiel geschrieben wurde, dann tut das 2:0 richtig gut“, sagte Mimbala.

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Starke Leistung: KSV-Innenverteidiger Cedric Mimbala feierte den Sieg mit Söhnchen Luan (5 Monate). Fotos: © Hedler

TIM PHILIPP BRANDNER

Gerackert auf der Außenbahn, gekämpft um jeden Ball und den ersten Elfmeter zur 1:0-Führung der Löwen herausgeholt – seitdem der 27-Jährige wieder fit ist, zieht er die entscheidenden Situationen zugunsten des KSV Hessen irgendwie magisch an. Denn schon in Steinbach holte er einen Strafstoß heraus.

„Wir wollten von Anfang an alle Zweifel daran vergessen machen, wer hier als Sieger vom Platz gehen wird“, sagte Brandner. Und weiter: „Wir mussten das Ding einfach machen, und ich denke, das hat bravourös geklappt.“ Zur neuen Ausgangsposition in der Liga sagte er: „Endlich stehen wieder drei Mannschaften hinter uns. Ich hoffe, dass es bald noch mehr werden.“

ADRIAN BRAVO SANCHEZ

Direkt verwandelte Eckbälle und weite Einwürfe sind mittlerweile sein Markenzeichen. Am Samstag aber glänzte der Mittelfeldspieler mit zwei verwandelten Strafstößen. Denn Lucas Albrecht fehlte nicht nur an der Seite von Cedric Mimbala, er kam auch als etatmäßiger Elfmeterschütze nicht infrage. So verwandelte Bravo Sanchez erst links unten und dann mittig.

„Beim zweiten Elfer hatte ich schon zittrige Knie. Und dann blieb der Torwart auch noch lange stehen. Irgendwie habe ich aber gewusst, dass er sich für die gleiche Ecke wie beim 1:0 entscheiden würde, deshalb habe ich den Ball direkt in die Mitte gehauen“, sagte der 24-Jährige und grinste.

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