Vier Erkenntnisse des Duells der Fußball-Hessenliga

Derby-Sieg in Lohfelden: Der KSV Hessen kann kombinieren

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Ein tolles Bild: Die Mannschaft des KSV Hessen Kassel feiert nach dem Abpfiff mit den Fans im Nordhessenstadion in Lohfelden.

Kassel. Am Ende ist der KSV Hessen Kassel seiner Favoritenrolle im Derby beim FSC Lohfelden zum Auftakt der Fußball-Hessenliga dann doch noch gerecht geworden. 

Marco Dawid erlöste die Löwen in der 84. Minute per Kopf – einen Tag zuvor war er 24 Jahre alt geworden. „Da war es natürlich umso schöner, heute zu treffen. Aber Lohfelden hat es uns schwer gemacht“, sagte Dawid. In der Nachspielzeit machte Sebastian Schmeer nach einem Konter mit dem 2:0 alles klar. Nicht nur für den KSV war nach dem Abstieg vieles neu, auch Lohfelden zeigte sich mit einem veränderten Gesicht.

Vier Erkenntnisse dieses Derby-Auftakts:

• Der KSV spielt jetzt einen anderen Fußball: In den vergangenen Jahren hat der KSV in der Regionalliga meistens von der Defensive gelebt, nach vorn waren Kombinationen oft Mangelware, lange Bälle das Mittel. Das war nun gegen Lohfelden ganz anders. Nach 15 Minuten übernahmen die Löwen das Geschehen auf dem Feld. Sie zeigten einige schöne Kombinationen. Das Problem war nur die Zielstrebigkeit vor dem Tor.

Der KSV hat eine Liga tiefer eine neue Rolle eingenommen – es geht nicht mehr um den Klassenerhalt, sondern darum, oben mitzuspielen. „Es wird uns in 80 Prozent der Spiele so gehen, dass sich der Gegner hinten reinstellt“, sagte Trainer Tobias Cramer hinterher. Die Ausnahmen werden wahrscheinlich Gießen, Barockstadt und Bayern Alzenau sein.

Enttäuscht: Lohfeldens Janik Szczygiel liegt nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen des Nordhessenstadions. Foto: Christian Hedler

• Der KSV spielt jetzt ein anderes System: In der Regionalliga setzte Cramer auf ein 4-1-4-1. In Lohfelden präsentierte der KSV-Coach ein 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld. Die Doppelspitze bildeten die Torschützen Schmeer und Dawid. Vor allem Dawid sorgte mit seinem Tempo immer wieder für Gefahr. Cramer begründete diesen Systemwechsel so: „Ich habe mit Brian Schwechel, Frederic Brill, Adrian Bravo Sanchez und Maik Baumgarten vier so gute Mittelfeldspieler, da kann ich keinen draußen lassen. Deswegen habe ich ein System gewählt, in dem alle gleichzeitig auflaufen können.“

• Die Neuen müssen sich noch gedulden: Zu Spielbeginn im Nordhessenstadion war nur einer von 22 Spielern ein Neuzugang – Lohfeldens Stürmer Kristian Noja. Ansonsten mussten sich die Sommertransfers noch gedulden. Beim FSC kam später noch Tjarde Bandowski, der eine Großchance zur Führung per Kopf vergab. Cramer wechselte in Jan-Philipp Häuser und Jon Mogge ebenfalls zwei Neue ein. Mit Michael Voss gab zudem ein weiterer Spieler sein Pflichtspieldebüt für die erste Mannschaft der Löwen.

• Der Plan des neuen Trainers funktioniert: Auch wenn Lohfelden den Platz am Samstag als Verlierer verließ – das, was sich der neue Trainer Alfons Noja für die Partie überlegt hatte, war eindeutig. Und es funktionierte weitgehend. Der FSC stand tief und versuchte sein Glück mit Kontern. Die Einstellung stimmte. Das Motto „Jeder gibt sein Bestes“, das Noja seinen Spielern mit an die Hand gegeben hatte, wurde umgesetzt. Und hätte Nasuf Zukorlic rund 15 Minuten vor dem Ende die Großchance zur Führung genutzt – es hätte auch anders ausgehen können. Daher war Noja trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Ich bin sehr stolz auf das Team. Wir haben gut gekämpft und Leidenschaft gezeigt.“

Zugleich war es für Noja sein Debüt in der Hessenliga. Und das vor so einer Kulisse. Der 29-Jährige gab zu, vor dem Spiel schon ein besonderes Kribbeln im Bauch verspürt zu haben: „Es war heute ein schöner Moment, der aber leider ohne Belohnung blieb.“

Derby-Auftakt in der Hessenliga: FSC Lohfelden gegen den KSV Hessen Kassel

FSC Lohfelden gegen den KSV Hessen Kassel
 © Christian Hedler/HNA
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