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Nackenschlag in der Nachspielzeit: KSV Hessen verliert 1:2 bei Schott Mainz

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Von: Frank Ziemke

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In der Schlussphase vom Platz: Verteidiger Hendrik Starostzik sah in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte.
In der Schlussphase vom Platz: Verteidiger Hendrik Starostzik sah in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte. © Dieter Schachtschneider

Und schon wieder nichts zu holen für die Löwen bei Schott Mainz. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel verlor das Spiel auf Kunstrasen 1:2 (0.0).

Kassel/Mainz – Den entscheidenden Nackenschlag für die Gäste gab es in der Nachspielzeit, als Etienne Portmann den Ball nach einem Pfostenschuss im Nachsetzen über die Linie drückte. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, weil Hendrik Starostzik Gelb-Rot gesehen hatte (85.).

„Es ist fast wie ein Deja-vu“, sagte Trainer Tobias Damm. Dreimal trat der KSV bisher beim TSV Schott an, dreimal war er eher in der Favoritenrolle, dreimal kam er ohne Punkt zurück. Beim 1:4 im Februar 2018 war Damm noch Co-Trainer unter Tobias Cramer. In der vergangenen Saison verloren die Löwen unter Chefcoach Damm im März 0:1, nun im April 1:2. Beide Male fielen die entscheidenden Tore in der Schlussphase. Einen Unterschied aber gab es. „Im letzten Jahr waren wir die deutlich bessere Mannschaft. Diesmal geht der Sieg für Mainz aber absolut in Ordnung“, urteilte Damm.

Schunke feiert sein Debüt im Tor

Der Trainer musste in der Aufstellung eine wesentliche Veränderung vornehmen. Moritz Schunke gab im Tor sein Debüt. Der 19-Jährige vertrat den erkrankten Maximilian Zunker. Nicolas Gröteke fehlt schon länger verletzt, steigt am Montag aber wieder ins Mannschaftstraining ein. So kam mit Schunke bereits der dritte Schlussmann in dieser Saison zum Einsatz. Und der Youngster, aus der eigenen Jugend stammend und im Sommer aus dem Leistungszentrum Paderborn wieder in die Heimat zurückgekehrt, machte seine Sache richtig gut.

Debüt im KSV-Tor: Moritz Schunke.
Debüt im KSV-Tor: Moritz Schunke. © Andreas Fischer

Bereit in der dritten Minute hatten die Gastgeber die erste Großchance. Giorgio Del Vecchio kam frei zum Schuss, doch Schunke verhinderte mit einer Fußabwehr den Rückstand. Die Richtung aber war damit vorgegeben. Mainz war die spielbestimmende Mannschaft mit den besseren Chancen. Eine der Ursachen: „Die Jungs waren mit ihren Kräften am Ende“, stellte Damm fest. Nach dem kraftraubenden Sieg gegen Mainz 05 am Mittwoch sei das bereits im Training zu spüren gewesen, habe sich am Samstag dann bestätigt. „Die Mannschaft ist eigentlich topfit, aber diese Englische Woche hat ihr stark zugesetzt“, sagte der Trainer. Bestes Beispiel: Kapitän Frederic Brill musste in der 70. Minute erschöpft ausgewechselt werden.

Die Gastgeber jedenfalls hatte das klare Chancenplus, scheiterte aber immer wieder. Solange, bis es der KSV dann selbst erledigte. Nael Najjar verlängerte eine Flanke unglücklich per Kopf ins eigene Tor (52.). Die Antwort der Löwen ließ aber nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten später stand es 1:1. Marcel Fischer kam aus 15 Metern zum Schuss und erzielte den Ausgleich. Fischer hatte bereits am Mittwoch getroffen. Was Damm dann ärgerte: Gegen stürmende Gastgeber vertändelte der KSV seine Konterchancen viel zu leicht. Oft war es der letzte Pass, der fahrlässig und schludrig gespielt wurde. Die Strafe folgte mit dem Gegentor in der Nachspielzeit. Es war die erste Niederlage des KSV Hessen nach sechs ungeschlagenen Spielen.

Die Statistik

Mainz: Weyand - Schwarz, Raltschitsch, Rimoldi (78. Celik) - Okada (87. Fring), Portmann, Mairose, Schlosser - Lihsek (71. Sannomiya), Del Vecchio (87. Kern) - Hahn

KSV: Schunke - Najjar, Starostzik, Springefeld, Mießbach - Rack, Dierßen (81. Stendera), Brill (70. Vesco) - Döringer (70. Dawid), Fischer (81. Flotho), Durna (60. Mogge)

SR: Forster - Z: 260

Tore: 1:0 Najjar (Eigentor, 52.), 1:1 Fischer (54.), 2:1 Portmann (90+3)

Gelb-Rot: Starostzik (85.)

Von Frank Ziemke

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