Niederlage im Nachholspiel

0:1 gegen Stuttgart - Der nächste Nackenschlag für den KSV Hessen

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Enttäuscht: Dieses Bild von KSV-Spieler Brian Schwechel entstand beim Hinspiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart im Auestadion. Im Hintergrund feiern die Schwaben. 

Stuttgart. Es war ein Duell zwischen zwei Fußball-Teams, die eine lange Negativserie in der Regionalliga Südwest hinter sich haben. Der KSV Hessen Kassel hatte seit 13 Spielen nicht gewonnen, die Reserve des VfB Stuttgart seit sieben.

Im Stuttgarter Gazi-Stadion wollten das beide Mannschaften Donnerstagabend ändern - es gelang aber nur den Schwaben. 1:0 (0:0) siegten sie gegen die Löwen.

Eine Sache vorweg: Im Gegensatz zum ersten Spieltermin vor knapp zwei Wochen, als vergessen wurde die Rasenheizung anzustellen und die Partie am Ende ausfiel, war diese am Donnerstag gar nicht notwendig. In den vergangenen Tagen waren zwischen sechs und acht Grad in Stuttgart. Der Platz war so zwar nicht einwandfrei, aber bespielbar.

In den ersten 45 Minuten sahen die sieben Kasseler Zuschauer, die den Weg nach Baden-Württemberg am Donnerstagabend auf sich genommen hatten, eine KSV-Mannschaft, die die besseren Chancen hatte - die erste durch Sergej Schmik nach zehn Minuten. Sein Schuss hatte zwar die richtige Richtung, war aber kein Problem für Stuttgarts Torwart Florian Kastenmeier.

Die beste Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte dann Adrian Bravo Sanchez: Sein Freistoß touchierte die Latte (21.). Viel mehr war dann aber auch nicht los in Durchgang eins. Die Reserve des VfB versuchte es über Konter - im Strafraum passierte aber nichts. KSV-Rückhalt Niklas Hartmann musste nicht ein einziges Mal eingreifen.

Die Löwen waren gerade über die rechte Seite gefährlicher: Schmik und Marco Dawid schalteten sich da immer wieder in die Offensive ein, es gab aber auch immer wieder Missverständnisse. So bekam die einzige Spitze Sebastian Szimayer keine Bälle.

Und die zweite Hälfte hätte nicht schlechter losgehen können. Die ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn verschliefen die Löwen komplett. Erst hatten sie noch Glück, dass VfB-Stürmer Pascal Breier frei vor Hartmann verzog (48.). Eine Minute später umkurvte Nicolas Sessa den KSV-Torwart dann aber und traf zum 1:0.

Die Löwen versuchten danach alles - wie so oft in den vergangenen Wochen gelang ihnen aber nicht viel. Bravo Sanchez fiel noch durch zwei Abschlüsse auf, einmal probierte es Schmik. Doch es war bezeichnend, dass Stürmer Szimayer über 90 Minuten nicht aufs Tor der Stuttgarter schoss. So war es dann auch gegen eine ersatzgeschwächte Reserve des VfB Stuttgart, die keine Verstärkung aus der ersten Mannschaft an Bord hatte, einfach zu wenig für einen Punktgewinn.

Dieser wäre von der Leistung her sicherlich verdient gewesen. Aber am Ende reisten die Löwen mal wieder mit leeren Händen nach Hause. Für den VfB endete die Serie von sieben sieglosen Spiel, beim KSV wuchs diese auf 14 an. Es war der nächste Nackenschlag. Nun geht es in die Winterpause. Sicherlich nicht mit guten Gedanken.

Statistik

VfB Stuttgart II - KSV Hessen Kassel 1:0 (0:0)

Stuttgart: Kastenmeier - Sommer, Groiß, Peric, Radeljic, Oeßwein - Spanoudakis, Sonora (63. Galstyan) - Sessa (90. Stefandl) - Breier, Ferdinand (46. Ramaj)

Kassel: Hartmann - Schmik, Albrecht, Evljuskin, Rakk - Schwechel - Bravo Sanchez, Leinhos (76. Sattorov), Najjar, Dawid - Szimayer

Schiedsrichter: Zorn (Freiburg) 

Zuschauer: 215

Tore: 1:0 Sessa (49.)

Gelbe Karten: Peric, Sessa, Spanoudakis, Ramaj / Bravo Sanchez

Von Gerd Piffath

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