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Marco Dawid: „Wir geben einfach nicht auf“

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Von: Torsten Kohlhaase

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Ausgelassen: Die Löwen-Spieler feiern ihren 1:0-Erfolg in Trier vor etwa 100 Fans. Das Bild hat KSV-Physiotherapeutin Ariane Facca
Ausgelassen: Die Löwen-Spieler feiern ihren 1:0-Erfolg in Trier vor etwa 100 Fans. Das Bild hat KSV-Physiotherapeutin Ariane Facca © grafiert. Foto: privat/nh

Er stand ganz nah dran. Am nächsten von allen. Und er hätte den Fuß nur noch hinhalten müssen. „Aber dann hat die Aufgabe eben ein Verteidiger erledigt. Ich wäre auf jeden Fall da gewesen und hätte den Ball auch über die Linie gedrückt“, sagt Marco Dawid.

Nach dem Last-Minute-Treffer von Hendrik Starostzik zum 3:2 gegen Bahlingen entschied am Sonntag beim 1:0 in Trier erneut die letzte Aktion. Wieder war es die vierte Minute der Nachspielzeit, wieder wurde aus einem Unentschieden ein Sieg. Diesmal war es Jason Thayaparan, der den Ball zum entscheidenden Treffer ins eigene Tor des Aufsteigers schoss.

Seit Anfang Oktober stehen für die Löwen nun vier Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche. Und nach etlichen Wochen auf dem letzten Platz sind sie nun als 15. plötzlich wieder mittendrin im Geschäft um den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga Südwest. Das Tabellenbild hellte sich zudem noch etwas mehr auf, nachdem der VfR Aalen aufgrund der eingeleiteten Insolvenz neun Punkte abgezogen bekommen hatte.

„Aber das ist für uns nicht so wichtig. Sie waren vorher ein Konkurrent von uns und sind es jetzt auch noch“, sagt Dawid, der zum Erfolg in Trier meint: „Das Glück war sicher auf unserer Seite, denn aus dem Spiel heraus ging chancentechnisch nicht ganz so viel.“ Er meinte damit vor allem die Aluminiumtreffer der Trierer durch Michael Omosanya (27., 31.) und Sven König (88.).

Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit hat KSV-Trainer Tobias Damm vor allem der zweite Durchgang gefallen: „Da haben wir besser verteidigt und waren mehr in Ballbesitz. Diesen Schwung müssen wir nun in die kommenden Spiele mitnehmen.“ Dass es am Ende noch zu drei Zählern in Trier reichte, beschreibt Dawid so: „Wir geben halt einfach nicht auf und wissen, dass bis zum Ende alles möglich ist.“ Eingeleitet hat das Goldene Tor des Nachmittags übrigens Kevin Nennhuber. Mit viel Übersicht bediente er Nils Stendera, der aufdrehte und auf Jon Mogge weiterleitete. Sein Lauf über die linke Seite endete dann mit einer Hereingabe, die in der Mitte zwar nicht Marco Dawid verwertete, die dann aber doch ihren Weg ins Löwen-Glück fand.

„Momentan ist jeder Punkt für uns unglaublich wichtig. Aber der erste Auswärtssieg der Saison hat uns auch noch mal zusätzliches Selbstvertrauen gegeben“, erklärt Dawid. Der viertletzte Rang, auf dem der KSV derzeit steht, könnte auch am Ende der sein, der zum Klassenerhalt reicht. Zumindest nach aktuellem Stand sieht es nicht danach aus, als ob eine Mannschaft aus der 3. Liga in die Südwest-Staffel absteigen würde.

Aber so weit ist es noch nicht. Zunächst reicht ein Blick aufs Wochenende, um zu sehen, dass für die Löwen bereits das nächste enorm wichtige Spiel ansteht. Am Samstag wartet im Auestadion das Duell zweier punktgleicher Teams gegen Worms. Und vielleicht wird die Partie ja wieder spät entschieden. Ein gewisser Marco Dawid hat nämlich am 17.  Spieltag der Saison 2016/2017 im Heimspiel den 1:0-Siegtreffer gegen die Wormatia erzielt – in der 82. Minute. Ein gutes Omen?

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