1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Neunter Sieg, achte Niederlage: KSV Hessen verliert bei Spitzenreiter Ulm 0:3

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Maximilian Zunker (Mitte).
Da waren sie nur noch zu Zehnt: KSV-Torhüter Maximilian Zunker (Mitte) bekommt in dieser Szene die Rote Karte gezeigt. © Imago/Eibner

Die Ulmer feierten ihren neunten Saisonsieg vor den Tribünen des Donaustadions. Auf dem Feld bildete die Mannschaft von Trainer Tobias Damm einen Kreis, bevor sie zu den rund 50 Anhängern in Rot und Weiß ging.

Ulm – Der KSV Hessen Kassel hat die Auswärtspartie in der Fußball-Regionalliga Südwest 0:3 (0:2) verloren, die achte Niederlage der Saison. Spielentscheidend: zwei Gegentreffer in zwei Minuten und eine Rote Karte gegen Torhüter Maximilian Zunker.

In Ulm musste der KSV auf den gelbgesperrten Kapitän Frederic Brill verzichten. Für ihn rückte Aram Kahraman in die Startformation. Beim SSV setzte Coach Thomas Wörle auf dieselbe Elf wie beim beeindruckenden 4:1-Sieg gegen den FC Homburg. Die Spatzen hatten mit ihrem Erfolg beim Verfolger ein Ausrufezeichen gesetzt.

Auch den ersten Akzent in der Partie setzten die Hausherren. Stürmer Lucas Röser, bester Torschütze, hatte viel Platz vor dem Kasseler Strafraum und forderte Löwen-Torhüter Maximilian Zunker das erste Mal (2.). Wenige Minuten später stieß Jascha Döringer auf der anderen Seite in die gefährliche Zone, sein Schuss landete aber neben dem Tor (6.). Nach einer Kombination an der Seitenlinie fand der laufstarke Marcel Schmidts die Lücke zwischen Alexander Mißbach und Hendrik Starostzik – Glück für Kassel: Röser bekam den quergelegten Ball nicht richtig unter Kontrolle, und Zunker wehrte ab (16.). Kurze Zeit später dann die Ulmer Führung, Philipp Maier besorgte die (24.). Ulm zeigte sich effektiv. Das Spiel war gerade erst wieder angepfiffen, da zappelte der Ball schon das zweite Mal im Netz (26.). Den Schuss von Schmidts hatte Keeper Zunker noch pariert, beim Nachschuss von Röser war er dann machtlos.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Da hat uns die Qualität von Ulm überrannt“, sagte Damm. Was erschwerend hinzukam: Torhüter Zunker wusste sich bei einem Ulmer Konter nicht anders zu helfen und checkte den anlaufenden Schmidts außerhalb des Strafraumes weg (39.). Notbremse, Rote Karte und ein Mann weniger auf dem Feld. Damm wechselte doppelt: Ersatzkeeper Moritz Schunke kam für Lukas Iksal, Steven Rakk ersetzte Kahraman.

In der zweiten Halbzeit fokussierten sich die Gäste aufs Verteidigen. „Das haben wir über weite Strecken sehr gut gemacht, sonst kann es am Ende auch ganz böse enden“, sagte Damm. Den dritten Gegentreffer mussten die Löwen aber dennoch hinnehmen: Patrick Dulleck setzte eine Viertelstunde vor Schluss mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Damm: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, wissen aber auch, gegen wen wir heute gespielt haben.“

Bitter war dieser Nachmittag nicht nur für Zunker, der am Mittwoch im Hessenpokal bei der SG Bad Soden (19.30 Uhr) aber wohl wird spielen können. „Anschließend war es für Ulm ein bisschen wie ein Trainingsspiel“, sagte Damm. Der Trainer hofft noch, dass sein Keeper nur für eine Partie gesperrt wird, also am kommenden Samstag gegen Steinbach. Bitter war dieser Tag auch für Kahraman, der bereits nach rund 40 Minuten ausgewechselt wurde. Damm: „Er hatte einfach keinen guten Tag, das passiert.“ Bitter war dieser Tag in Ulm aber freilich auch für den KSV. (Maximilian Bülau und Nadine Vogt)

Auch interessant

Kommentare