Keine typische Karriere 

Das ist Alban Meha, der Neuzugang des KSV Hessen

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Im Trikot des SC Paderborn: KSV-Neuzugang Alban Meha im Jahr 2013. 

Noch trainiert Alban Meha in Elversberg. Bei einem Regionalligisten. Wenn es nach ihm geht, dann steht er in der kommenden Saison auch für einen Regionalligisten auf dem Feld.

Allerdings nicht mehr im Saarland, sondern in Nordhessen. Am Montag gab der Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel die Verpflichtung des 32-Jährigen für die kommende Saison bekannt. Dann wird der in Mitrovice im heutigen Kosovo geborene Mittelfeldspieler 33 Jahre alt sein. Ende April hat er Geburtstag.

Seinen neuen Klub verfolgt er schon eine ganze Weile. Das hat mit Mahir Saglik zu tun. Die beiden sind gut befreundet. Beide spielten für den SC Paderborn, als der Klub 2014 überraschend in die Bundesliga aufstieg. „Seit Mahir in Kassel ist, verfolge ich die Ergebnisse. Wir haben immer miteinander gesprochen. Natürlich würde ich im kommenden Jahr lieber in der Regionalliga spielen. Aber ich habe bei den Löwen auch einen Vertrag für die Oberliga unterschrieben“, sagt er. Sollte es mit dem Aufstieg in dieser Saison nichts werden, will er im kommenden Jahr dazu beitragen, dass die Löwen in die vierte Liga zurückkehren.

Ehemaliger Bundesligaspieler

Mit Paderborn war Meha in der Bundesliga aktiv. Dass er einmal so weit kommen würde, war aber lange nicht abzusehen. Mit 21 Jahren spielte Meha noch in der Verbandsliga für den VfL Kirchheim. Dann wechselte er zum SSV Reutlingen in die Regionalliga. Über Trier – damals ebenfalls Regionalligist – führte ihn sein Weg nach Paderborn und in den Profi-Fußball. Da war Meha bereits 25 Jahre alt.

Der Neuzugang sieht diesen Umstand nicht negativ: „Die Mischung aus Jung und Alt bringt Erfolg. Und die gibt es in Kassel. Es ist schön, wenn man jungen Spielern etwas beibringen kann, wenn sie von einem lernen können. Und meine Karriere war nicht typisch. Da sehen sie, dass man auch mit 24 oder 25 noch etwas erreichen kann“, sagt der 32-Jährige.

Bei den Vertragsgesprächen habe er schon ein paar andere KSV-Spieler kennengelernt, sagt Meha. „Und Tobias Damm. Aber Mahir Saglik kenne ich natürlich am besten. Der Rest wird dann im Sommer kommen.“ Dann wechselt nicht nur Meha den Wohnsitz, sondern auch seine Frau und die gemeinsamen drei Kinder. „Im Fußball weiß man nie. Aber Kassel könnte schon meine letzte Station werden. Ich habe einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Und ich habe ein gutes Gefühl“, sagt der Mittelfeldspieler.

Vertrag gilt auch für dritte Liga

Dass er nach Stationen in der Türkei, wo er mit Konyaspor den Pokal gewann und in der Europa League spielte, in Jordanien bei Al-Faisaly Amman und zuletzt eben Elversberg nun den Weg nach Nordhessen findet, hat auch etwas mit einem Trainerwechsel zu tun. Denn Roland Seitz, der ihn ins Saarland holte, wurde entlassen. Der neue Coach Horst Steffen setzt nicht auf ihn. „Für manche Spieler ist so ein Trainerwechsel gut. Für andere nicht so gut. Für mich war er nicht so gut“, sagt Meha.

Dass er derzeit auch noch nicht weiß, wer ihn in der kommenden Saison beim KSV trainieren wird, stört ihn dabei nicht. „Wir werden uns gut verstehen und unsere Ziele erreichen“, ist er sich sicher. Die könnten durchaus ambitioniert sein. Denn sein Vertrag gilt auch für die dritte Liga. „Wir haben eine gute Mannschaft“, ist der Neue sich jetzt schon sicher.

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