Am Dienstag ab 19 Uhr bei Hoffenheim II

KSV Hessen: Es ist nicht die Saison des Sebastian Schmeer

Sebastian Schmeer.
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Fällt aus: Sebastian Schmeer.

Es ist nicht die Saison des Sebastian Schmeer. Der Stürmer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel verpasste in den vergangenen drei Jahren insgesamt 17 Spiele – in dieser Saison sind es schon jetzt 16.

Und heute wird das 17. hinzukommen. Denn der 34-Jährige steht den Löwen auch bei der Auswärtsaufgabe gegen die Reserve der TSG Hoffenheim (19 Uhr) nicht zur Verfügung. „Er hat immer noch Probleme mit dem Oberschenkel und bislang nur Teile des Trainings absolviert“, sagt Trainer Tobias Damm.

Schmeer hat in den vergangenen Spielzeiten verlässlich zweistellige Scorerzahlen abgeliefert. In diesem Jahr steht der Angreifer noch bei – nur – drei Toren und einer Vorlage. Auch und vor allem, weil ihn kleinere Verletzungen immer wieder zu Pausen zwingen. Zuletzt war es der Oberschenkel, der Probleme machte. So war der 34-Jährige nach 90 Minuten in Großaspach – inklusive seiner ersten Vorlage der Saison zum 2:2 durch Lukas Iksal – gegen Offenbach erneut zum Zuschauen verdammt. „Der Oberschenkel ist diese Saison ein Problem“, sagt auch Schmeer selbst. Und ergänzt: „Es ist richtig schade. Ich habe aber so viel um die Ohren, kann mich nicht immer optimal vorbereiten. Das merkst du dann in der Regionalliga in meinem Alter.“

Auch wenn noch nichts klar ist, stehen die Zeichen auf Abschied. Wenn es im Sommer so kommen sollte, dann sicherlich nicht, weil der KSV oder Schmeer selbst das so möchten, sondern, weil der Körper des 34-Jährigen dem Aufwand langsam Tribut zollen muss. „Der Verein, Dammi und Buschi, alle wissen, dass sie sich immer auf mich verlassen können“, sagt Schmeer. Das Auswärtsspiel gegen Großaspach sei noch einmal richtig gut gewesen – „mit den jungen Wilden“. Von manchen seiner Teamkollegen könne er ja der Vater sein, sagt Schmeer in einer Art, wie es eben nur ein Sebastian Schmeer sagt. Sein verschmitztes Grinsen kann man sich auch am Telefon bestens vorstellen. „Ich bin bei uns auch für die Stimmung verantwortlich“, sagt der 34-Jährige. Ein Typ eben.

Und doch fehlte Schmeer den Löwen zuletzt immer häufiger. Seine Art, seine Spielweise. Die besonderen Momente. Das Abschirmen des Balles mit dem Rücken zum Tor. Die Pässe in die Tiefe. Einen Höhepunkt gab es für ihn aber am 16. Januar – im Hinspiel gegen Hoffenheim. Beim 2:2 lagen die Löwen zweimal hinten, glichen jeweils aus. Und zweimal hieß der Torschütze Sebastian Schmeer. „Ja, da habe ich zwei schöne Tore gemacht“, erinnert sich der Angreifer auch selbst. Der steht jetzt bei 242 Spielen für den KSV. „Thorsten Schönewolf würde ich schon gern einholen. Der hat 254 gemacht“, sagt Schmeer. Weil die Saison aber nur noch sieben Spieltage hat, müsste er dafür noch ein Jahr dranhängen.

Neben Schmeer fehlen Trainer Damm heute auch weiterhin Jon Mogge und Brian Schwechel, zudem ist Adrian Bravo Sanchez gesperrt. Zurückkehren wird zumindest Alban Meha. Übrigens: Sollte Alzenau gegen Gießen nicht gewinnen, wäre der Klassenerhalt sicher. (Maximilian Bülau)

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