Erneut war mehr drin

KSV Hessen spielt 1:1 gegen Koblenz: Nicht schlecht, aber auch nicht gut

Alban Meha
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Torschütze: Alban Meha, der in der zweiten Halbzeit für den Ausgleich des KSV Hessen gegen Koblenz sorgte.

Da war mehr drin: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel kam gegen RW Koblenz nicht über ein 1:1 hinaus.

Kassel – Chancen für einen Sieg waren da, trotzdem boten die Löwen keine wirklich überzeugende Leistung. Stichworte zum Spiel im Auestadion:

Der Spielverlauf

Ist schnell umschrieben: Die Löwen lagen früh zurück und rannten dann lange vergeblich an. Beim 0:1 macht es der KSV den Gästen viel zu einfach. Valdrin Mustafa durfte nach einem langen Ball in der Mitte unbewacht enteilen, Torhüter Maximilian Zunker zögerte beim Rauslaufen, Mustafa war so schneller am Ball und spitzelte ihn ins Tor. Das war nach fünf Minuten. Der KSV spielte gefällig über die Flügel, blieb häufig aber auch einfallslos und zu statisch. Trotzdem hätten Lukas Iksal, Brian Schwechel und Alban Meha vor dem Wechsel bereits für den Ausgleich sorgen können. Der fiel in der 55. Minute. Nael Najjar, am Samstag auffälligster Löwe, legte von der Grundlinie zurück, Meha traf von der Strafraumgrenze direkt unter die Latte. Der KSV ließ Koblenz danach zu viel Platz für Konter, hätte aber trotzdem als Sieger vom Platz gehen können. Sebastian Schmeers Kopfball in der Nachspielzeit klatschte aber an die Latte.

Die Szene des Spiels

War eine Rettungsaktion. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konterte Koblenz mit zwei gegen eins. Doch als Mustafa einschieben wollte, da war nach einem endlosen Sprint plötzlich Lukas Iksal da und verhinderte das 0:2.

Der Platzverweis

In die Schublade mit der Aufschrift „unnötige Aktion“ griff der eingewechselte Jon Mogge. Mit einer Grätsche unterband der 23-Jährige einen Koblenzer Konter. Das sah doch sehr nach Ball gespielt aus, Schiedsrichter Fabian Knoll entschied auf Foulspiel. Anschließend gerieten Mogge und Ahmet Sagat aneinander. Es wurde geschubst. Und Knoll zückte erst Gelb – für das Foul – und dann Gelb-Rot für die Schubserei. Einfach eine unnötige Aktion.

Die Schiri-Leistung

Aber noch einmal zurück zu Schiedsrichter Knoll. Der fing gut an, entschied irgendwann dann aber bei allen 50:50-Entscheidungen gegen den KSV. Was Tim Brandner sauer machte. In der ersten Hälfte hatte es mehrere Situationen gegeben, in denen die Löwen Strafstoß gefordert hatten. Einmal ging auch Brandner zu Boden. „Mehr Elfmeter geht nicht“, sagte er hinterher. Es gab keinen.

Das Trikot

Eigentlich dienen Trikotnummern ja der Spieler-Erkennung. Es sei denn, du druckst wie d Koblenz rote Nummern auf schwarz-weißen Grund. Auf der Tribüne des Auestadions blieb weiter hinten oft nur Rätselraten. So fiel zumindest nicht auf, dass bei den Gästen eine Nummer 8 auflief – die es laut Spielbericht gar nicht gab.

Die Stimmen

Zur Leistung des Schiedsrichters wollte KSV-Trainer Tobias Damm nichts sagen. Wohl aber zum Spiel. „Wir haben die ersten 30 Minuten verpasst. Das war zu wenig. Wir hatten viele unglückliche Situationen. Wenn der Kopf müde wird, dann muss man sich mehr pushen“, sagte er.

Adrian Bravo Sanchez sah das ähnlich. „Wir haben die ersten 30 Minuten verschlafen. Ich werde selber ungeduldig, weil wir fünf Spiele nicht gewonnen haben. Zur Zeit gelingt uns das nicht. Das ist deprimierend. Jetzt ist ein Sieg in Frankfurt eben Pflicht“, sagte er.

Das Fazit

Der KSV hat nach sieben Spielen nur einmal verloren. Das ist sehr respektabel für einen Aufsteiger. Aber: Vor allem in den Heimspielen gegen Pirmasens und nun gegen Koblenz haben die Löwen wichtige Punkte liegen lassen, mit denen sie sich gleich weit von den Abstiegsrängen hätten entfernen können. Der Eindruck derzeit: Sie spielen nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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