Nicolai Lorenzoni belebt die Außenbahn des KSV Hessen

Auf Anhieb Stammspieler beim KSV: Nicolai Lorenzoni. Foto: Hedler

Kassel. Wer mit Nicolai Lorenzoni telefoniert, denkt im ersten Moment, Ottmar Hitzfeld sei am Apparat. Er spricht ähnlich wie der große Fußballlehrer, dessen Stimme auch nicht wirklich verrät, ob er nun aus dem Schwarzwald kommt oder aus der Schweiz.

Bei Lorenzoni ist das kein Wunder: Er ist in der Schweiz geboren, in Deutschland aufgewachsen. Lange war der 23 Jahre alte Außenverteidiger in Freiburg aktiv.

Nach einem kurzen Intermezzo beim Drittligisten Chemnitzer FC ist Lorenzoni Ende Juli schließlich beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gelandet. Hier hat er sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft. Bei seinen Auftritten auf der linken Seite überzeugte er meist, indem er das Offensivspiel belebte.

Aber auch außerhalb des Platzes hat er sich zurechtgefunden, nächste Woche bezieht er eine Wohnung. Er sagt: „Es gefällt mir gut.“ Allerdings macht er eine Einschränkung: „Im Vergleich zu Chemnitz.“

In Chemnitz kam er nicht zum Zug. Seine Erfahrungen, die er beim SC Freiburg gemacht hat, sind da vielfältiger. Er hat schon in der A-Jugend unter Christian Streich trainiert, ist Pokalsieger geworden. Streich hat dann das Bundesligateam des SC übernommen, Lorenzoni absolvierte unter ihm ein Bundesligaspiel – im Mönchengladbacher Borussenpark. „Dafür trainiert man“, sagt er. „Man bekommt eine Gänsehaut.“

Höhepunkte seiner Freiburger Zeit waren aber seine Einsätze 2013 im Europapokal. Lorenzoni spielte in Liberec, in Estoril und gegen Sevilla. „Die Erfahrung nimmt einem keiner mehr.“ Bei Sevilla stand damals Ivan Rakitic auf dem Platz. „Da merkt man, dass die Qualität hoch ist.“

Mit Kassel spielt er nicht gegen Sevilla, sondern zum Beispiel gegen Spielberg. Für ihn kein Problem. Er sieht in den Löwen einen ambitionierten Regionalligisten. Damit kann er sich identifizieren. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison. Aber danach muss noch lange nicht Schluss sein.

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