Nach Ausschreitungen im Hinspiel

KSV Hessen Kassel in Offenbach: Ein Spiel mit Strahlkraft

+
Der Torjubel des Hinspiels: Sebastian Schmeer, der das 1:0 erzielte, wird von Tobias Damm verfolgt. Am Sonntag ist das Sturmduo aber getrennt. Damm fehlt in Offenbach verletzt.

Kassel. Die Niederlage gegen Koblenz war schnell abgehakt für die Fans des KSV Hessen Kassel, denn das brisante Hessen-Derby gegen Offenbach steht an.

Die Partie gegen Koblenz war gerade erst abgepfiffen am vergangenen Montag, da richteten sie den Blick bereits nach vorn. „Wir woll’n den Derbysieg“, schallte es durchs Auestadion. Es ist damit alles gesagt über die Bedeutung der Partie, die am Sonntag um 14 Uhr auf dem Programm der Fußball-Regionalliga Südwest steht: Der KSV Hessen tritt dann auf dem Bieberer Berg bei den Offenbacher Kickers an.

Sportlich geht es nicht mehr um ganz so viel. Vor allem nicht für die Löwen, die nach einer starken Saison das Ziel Klassenerhalt längst gesichert haben. Auch die Kickers haben nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage den Keller etwas hinter sich gelassen – trotz des Abzugs von neun Punkten.

Das Derby aber sorgt trotzdem für jede Menge Motivation. „Das ist nicht schwer bei diesem Gegner, die Jungs zu motivieren. Auf dem Bieberer Berg ist es immer etwas Besonderes. Das ist ein Spiel mit Strahlkraft“, sagt KSV-Trainer Tobias Cramer, der als 18-Jähriger bereits mit dem SC Willingen in Offenbach spielte. Nun erlebt er das Derby erstmals als Cheftrainer. Und sagt ganz klar: „Unsere Fans haben ihren Wunsch deutlich artikuliert. Den wollen wir erfüllen und punkten.“

Tobias Damm fehlt im Rückspiel

Im denkwürdigen Hinspiel war das gelungen. Sebastian Schmeer erzielte in der Nachspielzeit nach einer Partie mit vielen Randerscheinungen den umjubelten 1:0-Siegtreffer für die Kasseler. Der Stürmer muss am Sonntag ohne seinen Nebenmann Tobias Damm auskommen. Der Kapitän brach sich gegen Koblenz einen Zeh, wird rund drei Wochen ausfallen. Yassine Khadraoui ist gesperrt. Ansonsten sind alle Löwen an Bord. Auch der zuletzt angeschlagene Außenverteidiger Tim Philipp Brandner ist wieder im Training.

Cramers Respekt vor den Gastgebern ist groß. „Was die Mannschaft und das Trainergespann angesichts der Wirren um den Punktabzug geleistet haben, das ist enorm“, sagt er. Klar sei ohnehin, dass Offenbach von der Leistungsstärke in der oberen Tabellenhälfte anzusiedeln sei. Ohne den Punktabzug stünden die Kickers bei 46 Zählern unmittelbar hinter den Kasselern. Zuletzt ließ das 1:0 in Steinbach aufhorchen. Der KSV verspielte gegen Koblenz eine 1:0-Führung. Auch das dient den Löwen als Motivation. Trainer Tobias Cramer fordert: „Die schwache zweite Halbzeit wollen wir vergessen machen.“ Es gibt keinen besseren Ort für ein solches Vorhaben als den Bieberer Berg.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.