Pichinot steht vor Wechsel

Offenbach darf schon spielen, der KSV Hessen noch nicht

Das Auestadion in Kassel.
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Wann darf auch hier gespielt werden? In Offenbach finden bereits wieder Testspiele statt. Im Kasseler Auestadion ist das noch nicht möglich.

Wer sich mit den hessischen Teams der Regionalliga Südwest beschäftigt, der stellt sich eine Frage: Warum darf beispielsweise Kickers Offenbach bereits Testspiele absolvieren, während der KSV Hessen Kassel noch auf das Training beschränkt ist?

Kassel - Offiziell gibt es die Ansage, dass Tests erst nach dem 16. August in Hessen möglich sein sollen. Wie so oft gibt es während der Corona-Pandemie aber regionale Unterschiede – nicht gerade zum Vorteil der Löwen.

Denn die Gesundheitsbehörde vor Ort entscheidet, wann Freundschaftsspiele wieder möglich sind. In Kassel gibt es noch keine Berechtigung – in Offenbach schon. Die Kickers siegten gegen Greuther Fürth II (2:0) und Schott Mainz (4:2). „Wir würden auch gern spielen, haben aber noch keine Genehmigung erhalten“, sagt KSV-Vorstandsmitglied Jens Rose. Dabei ist es nicht so, dass die Stadt nicht will. Sie kann derzeit einfach nicht.

Denn Oberbürgermeister Christian Geselle ist noch bis Mitte der kommenden Woche im Urlaub. Ohne ihn wird es keine Entscheidung geben. Sascha Stiebing, Referent des Oberbürgermeisters, sagt: „Anfang August wird es ein Spitzentreffen mit dem KSV, den Huskies sowie der MT Melsungen geben, die dann Konzepte für mögliche Vorbereitungsspiele vorlegen können. Der Oberbürgermeister und das Gesundheitsamt werden sich das anschauen und bewerten.“ Heißt: Vor diesem Treffen, das wohl nicht vor dem 6. August stattfindet, wird es auch keine Erlaubnis für die Löwen geben.

Andere Bundesländer sind da freilich schon weiter. „Hessen ist in dieser Hinsicht ein bisschen hinten dran“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm. Der schafft aber anderweitig Abhilfe. So werden die Löwen am kommenden Samstag auswärts zu einem Test antreten. Ab 14 Uhr treffen die Löwen auf Rot-Weiß Erfurt, Oberligist aus Thüringen. Erfurt hat Insolvenz angemeldet und ist deswegen aus der Regionalliga Nordost abgestiegen.

Anschließend machen die Löwen eine Woche Pause, die erste Phase der Vorbereitung ist dann abgeschlossen. Ab dem 3. August geht es wieder los. Für diese Zeit sind laut Damm ebenfalls schon einige Tests angesetzt. „Wir spielen am 4. August gegen den 1. SC Göttingen 05, am 8. August würden wir gern zuhause gegen den TSV Havelse antreten – wenn es bis dahin möglich ist“, erklärt der Trainer. Am 14. August ist ein weiteres Spiel gegen die Reserve des VfL Wolfsburg geplant, am 15. August gegen Regionalligaaufsteiger Hildesheim. Beide Partien finden dann wieder auswärts statt.

Bislang trainierte Angreifer Nils Pichinot nur bei den Löwen mit. Seit Donnerstag steht fest, dass der 30-Jährige zu den Nordhessen wechselt. Die beiden Testspieler Artur Mergel und Haris Ljatifi waren in der vergangenen Woche dagegen nicht mehr dabei. Ihre Zukunft beim KSV ist offen.

Ein anderes Kriterium für die Berechtigung von Tests erfüllen die Löwen hingegen. Denn es ist derzeit nur Mannschaften erlaubt zu spielen, deren Spieler Geld mit dem Fußball verdienen. Das ist grundsätzlich ab der Regionalliga gegeben. In Kassel wie in Offenbach.

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