Interview

Paderborns Trainer Breitenreiter zum KSV: „Bescheidenheit ist angebracht“

Kassel. Mit dem SC Paderborn gastiert André Breitenreiter beim Sunexpress-Cup am Samstag in der Kasseler Eissporthalle (Start: 17 Uhr). Im Vorfeld äußert sich der Trainer auch über seine Zeit als Spieler beim KSV Hessen Kassel:

Herr Breitenreiter, im vergangenen Sommer standen sich in den Playoffs zur Dritten Liga der KSV Hessen Kassel und Holstein Kiel gegenüber. Wem haben Sie die Daumen gedrückt?

Breitenreiter: Der Bessere soll immer gewinnen. Holstein Kiel ist aus meiner Sicht zu Recht in die Dritte Liga aufgestiegen.

Das klingt wenig emotional. Immerhin haben sie für beide Vereine gespielt. 

Breitenreiter: Das stimmt, aber beide Phasen waren von unterschiedlichen Vorzeichen geprägt. In Kiel habe ich vier Jahre lang gespielt und war sogar Mannschaftskapitän.

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Meine Zeit in Kassel beschränkte sich dagegen auf nur vier Monate.

Jetzt kehren Sie zurück nach Kassel. Was verbinden Sie noch mit dieser Stadt?

Breitenreiter: Ich habe immer mal wieder Kontakt zum ehemaligen KSV-Vorsitzenden Jens Rose. Dazu habe ich einige Freunde dort gewonnen. Ansonsten erinnere ich mich noch an die extreme Erwartungshaltung des Umfeldes. Ich habe in 13 Spielen acht Tore geschossen, trotzdem herrschte eine stete Unzufriedenheit. Ich wäre den Erwartungen wohl nur gerecht geworden, wenn ich in jedem Spiel mehrere Tore geschossen und mehrere Torvorlagen gegeben hätte.

Ihre Statistikdaten von der Saison 2002/2003 sind Ihnen ja noch sehr präsent. Haben Sie extra noch einmal nachgeschaut? 

Breitenreiter: Dafür muss ich nicht nachschauen, das habe ich im Kopf. Das sind ja schließlich auch keine schlechten Zahlen für einen Mittelfeldspieler. Trotzdem wurde damals vieles negativ gesehen, weil es nur zu Platz zwei hinter Eschborn gereicht hat.

Ist die hohe Erwartungshaltung immer noch das Hauptproblem des KSV Hessen? 

Breitenreiter: Die Strukturen sind mit dem Umbau des Stadions und dem Neubau des Funktionsgebäudes neben dem Trainingsplatz sicher besser geworden. Dagegen haben sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht verbessert. Von daher sind Demut und Bescheidenheit angebracht. Bis zur Zweiten Liga ist es ein weiter Weg.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der morgigen Printausgabe.

Von Florian Hagemann

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