Kaderplanung für nächste Saison läuft

Partie im Schatten des Pokals: KSV heute ab 19 Uhr gegen Nürnberg II

Heute mit Nürnberg II in Kassel zu Gast: Trainer Michael Wiesinger, der einst beim FC Bayern aktiv war. Foto: dpa

Kassel. Eines sollte nicht in Vergessenheit geraten: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bestreitet heute ein Meisterschaftsspiel. Gegner ab 19 Uhr im Auestadion ist die Reserve des 1. FC Nürnberg. Klingt nicht so spektakulär.

Allerdings präsentiert sich dann die zweitbeste Rückrundenmannschaft in Kassel. Nur Wormatia Worms hat in der zweiten Saisonhälfte bisher mehr Punkte ergattert als die Franken.

Für KSV-Trainer Uwe Wolf ist das keine Überraschung: „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die mittlerweile auch eingespielt ist und über Spieler mit Erstligaerfahrung verfügt.“ So ist zum Beispiel Juri Judt fester Bestandteil des Teams. Der Abwehrspieler kann immerhin auf 44 Bundesligapartien verweisen.

Für Wolf ist die Begegnung aber auch deswegen interessant, weil er auf seinen Kollegen Michael Wiesinger trifft. Unter ihm war Wolf in Ingolstadt Co-Trainer, beide telefonieren noch öfter miteinander. Heute sind sie aber für 90 Minuten Kontrahenten.

Trotzdem: Die Partie heute steht ganz im Schatten des Pokal-Halbfinals am kommenden Dienstag gegen Kickers Offenbach. Deshalb wird Uwe Wolf wohl auch ein paar Stammkräfte schonen. Sie sollen frisch in die Begegnung gehen, die für den KSV so eminent wichtig ist.

Bei einem Erfolg gegen Offenbach und dem Einzug ins Finale ist die Teilnahme an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals sehr wahrscheinlich. Dies wiederum würde Mehreinnahmen für die kommende Saison in sechsstelliger Höhe bedeuten. So wird der Ausgang der Partie am Dienstag auch nicht unerheblich für die Kaderplanung sein, die der Verein nun verstärkt angeht.

Bei einem Treffen von Trainer Wolf, dem Sportlichen Leiter Rüdiger Abramczik sowie den Vorstandsmitglieder Claus Schäfer und Jens Rose am Mittwochabend wurde über die grobe Ausrichtung geredet. Jetzt sollen die Gespräche mit den Spielern vorangetrieben werden. Nach derzeitigem Stand werden wohl zehn bis zwölf Akteuren des aktuellen Kaders in der nächsten Saison für den KSV aktiv sein, dazu zählen auch Enrico Gaede, Tobias Damm und Sebastian Gundelach, die noch Vertrag haben.

Über Neuzugänge macht sich die sportliche Leitung nun ebenso Gedanken wie über die Schwerpunktsetzung in Zukunft. Bei einem Etat von 1,5 bis zwei Millionen Euro für den Gesamtverein steht auch die Frage an, wohin wie viel Geld fließen soll. Die Tendenz ist: Die Jugend wird gestärkt, die U 23 womöglich in eine Art U 21 umgewandelt. Wie viel Geld schließlich für Neuzugänge des Regionalligateams zur Verfügung steht, hängt auch davon ab, ob sich der KSV im Hessenpokal durchsetzt. „Raúl werden wir aber nicht holen können“, sagt Jens Rose.

• Liveradio vom Spiel des KSV Hessen heute gegen den 1. FC Nürnberg II gibt es ab 19 Uhr auf der Löwen-Homepage. Den Link finden Sie ebenso wie einen Spielbericht kurz nach der Partie auf www.hna.de/ksv

Von Florian Hagemann

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