Wartezeiten von über einer halben Stunde

Pokalfinale gegen Gießen: Bewirtungspanne wegen zu vieler Besucher

Überlasteter Caterer: Während des Pokalfinales bildeten sich Schlangen an den Getränkebuden im Auestadion. Foto: Pflüger-Scherb

Kassel. Viel Kritik gab es nach dem Finale des Hessenpokals im Auestadion über die Organisation des Caterings. KSV und Caterer führen das auf zu viele Besucher zurück.

Wartezeiten von über einer halben Stunde mussten Besucher des Spiels zwischen dem KSV Hessen Kassel und VfB 1900 Gießen ohne Weiteres in Kauf nehmen, wenn sie Getränke kaufen wollten.

Nicht zum ersten Mal. Schon in der Vergangenheit war es wiederholt zu Engpässen gekommen, wenn mehrere Tausend Zuschauer gleichzeitig das Stadion bei Fußballspielen besucht hatten.

Nach der jüngsten Bewirtungspanne haben sich der KSV Hessen Kassel und der Caterer, die FAC-Events & Verleih GmbH, auf der Internetseite des Vereins entschuldigt. Dort heißt es unter anderem: „Die Hauptursache lag am extrem hohen Andrang an der Tageskasse, weswegen die Partie bereits zehn Minuten später angepfiffen wurde.“ Man habe aufgrund von 3800 Karten im Vorverkauf mit rund 5500 Zuschauern gerechnet, sagt KSV-Geschäftsstellenleiter Torsten Pfennig auf Anfrage der HNA. Diese Zahl habe man auch an den Caterer weitergegeben. Tatsächlich seien aber dann 800 Zuschauer mehr, also 6300, ins Stadion gekommen.

Das Pokalfinale, bei dem der KSV klarer Favorit war, fand am Vorabend des Himmelfahrtstages statt - an einem lauen Frühlingsabend.

Christian Schaeling, Geschäftsführer der FAC-Events & Verleih GmbH, will sich gegenüber der HNA nicht weiter dazu äußern. Er verweist auf die Entschuldigung im Internet. Dort wird Schaeling folgendermaßen zitiert: „Natürlich planen wir Puffer ein. Allerdings sind wir im wahrsten Sinne des Wortes überrannt worden. Wir haben aus unseren Erfahrungen und Analysen gelernt. Dass wir mit großen Massen zurechtkommen, hat unter anderem das Dortmund-Spiel zu Saisonbeginn gezeigt.“

Videowand

Viele Besucher konnten auch nicht verstehen, warum die Siegerehrung des KSV nicht auf der Videowand übertragen wurde. Da nicht der KSV, sondern der Hessische Fußballverband an diesem Abend Gastgeber im Stadion war, sei man nicht für die Planung der Siegerehrung verantwortlich gewesen, sagt Pfennig. Zudem fehle dem Verein bislang noch die notwendige Kameratechnik, um im Stadion zu filmen und live auf die Wand zu übertragen, sagt Pfennig. Diese Technik sei sehr teuer. Allerdings verhandele man derzeit mit Sponsoren. Ziel sei es, in der nächsten Saison die Videowand bei jedem Spiel für Liveübertragungen (zum Beispiel Interviews) zu nutzen.

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