Spielernamen falsch vorgelesen

Spott nach KSV-Spiel: Sticheleien aus Hamburg

Kassel. Was tun, wenn der Hamburger SV zu Gast im Auestadion ist? Der KSV Hessen Kassel hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, bot vor dem Spiel und in der Pause einen Shantychor auf, der sang, was dem Hamburger an sich gefallen sollte: „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins.“

Darüber hinaus dröhnte vor Anpfiff jenes Lied durch die Lautsprecher, was die HSV-Fans aus dem Volksparkstadion zu gut kennen: „Hamburg, meine Perle“.

Es gab also durchaus Indizien dafür, dass sich der KSV extrem gastfreundlich präsentieren wollte und es wirklich gut meinte mit den Hanseaten. Statt dessen gab es Hohn und Spott. Die „Hamburger Morgenpost“ schrieb von einer „eigenartigen Gastfreundschaft“ und untermauerte diese Theorie: „Als der Stadionsprecher die Aufstellung des HSV verlas, tauchte Sakai zweimal auf, Ilicevic wurde zu Ilivecic und vorn spielte nicht Pierre-Michel, sondern Pierre-Marcel Lasogga, wer kennt ihn nicht? Zum Einlaufen dann auch noch die vom Millerntor bekannten Hells Bells. Starker Tobak.“

Fragt sich nur, von wem der starke Tobak kommt, da Hells Bells eben nicht nur bei HSV-Konkurrent St. Pauli ganz gern gespielt wird, sondern generell beim KSV, wenn die Mannschaften auf den Platz kommen.

Und sonst? Heißt es: Milde walten lassen. Erstmals präsentierten die Löwen ein Spiel in dieser Form, mit zwei Moderatoren vor Anpfiff und einem Rahmenprogramm - inklusive Liveübertragung auf die Videoleinwand. Da schlägt der gute Wille die Fehler bei der Verlesung der Namen. Zumal den Stadionsprechern auch ein Blick auf die Videoleinwand nicht wirklich geholfen hätte. Da stand nämlich: Pierre-Michael Lasogga.

Lesen Sie dazu auch: 

- Labbadia: Lob für Kassel, Tadel für Lasogga

Rubriklistenbild: © Hedler

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