Neu beim KSV (4): Adli Lachheb spielte schon in der Zweiten Bundesliga

Der Profi in der Abwehr

Soll der KSV-Defensive Halt geben: Adli Lachheb, der zuletzt in Halle aktiv war. Foto: Koch

Kassel. Adli Lachheb gibt auf dem Fußballplatz durchaus den Ton an. In den Testspielen gegen Halberstadt und Magdeburg dirigierte der neue Innenverteidiger des KSV Hessen Kassel mit präzisen Anweisungen die Abwehr – ganz im Stile eines Chefs.

So forsch er auf dem Rasen auftritt, so zurückhaltend kommt der 26 Jahre alte Tunesier fernab davon rüber. Lachheb bezeichnet sich selbst als ruhigen Typen, er verliert nicht viele Worte – über seine Vergangenheit schon gar nicht. Er will sich nun auf Kassel konzentrieren, auf den Abstiegskampf mit dem KSV Hessen Kassel: „Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt er.

Über seine Vergangenheit sprechen andere. KSV-Sportvorstand André Schubert zum Beispiel, der Lachheb als Trainer in der Zweiten Liga kennen und irgendwie auch schätzen gelernt hat. Schubert traf mit dem SC Paderborn und dem FC St. Pauli auf Lachheb, als der noch bei Erzgebirge Aue und später beim MSV Duisburg aktiv war. „Gegen ihn wollte ich nie spielen“, sagt Schubert im Rückblick, was als Kompliment an Lachheb zu verstehen ist. Wo er spielte, wurde gut verteidigt.

Nun soll der Abwehrspieler der KSV-Defensive Halt geben. Trainer Matthias Mink sagt: „Man hat den Eindruck, dass all das, was er macht, Profifußball ist.“ 72 Zweitligaspiele hat er immerhin schon absolviert. In der Dritten Liga dagegen kam er zuletzt nicht zum Zug, für den Halleschen FC bestritt er nur fünf Partien. Da fiel der Wechsel nach Kassel nicht schwer: „Es gab nichts, was dagegen sprach“, sagt er, der mit 19 Jahren nach Deutschland kam und gut Deutsch spricht.

In Kassel fühlt er sich schon wohl, er ist positiv überrascht von der Stadt und vom Umfeld. Ganz ersetzen kann das seine Heimat allerdings nicht. Mindestens zweimal im Jahr fliegt er nach Tunesien, nach Monastir, um die Familie und seine Freunde zu besuchen.

Von Florian Hagemann

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