KSV Hessen im Hessenpokal

Löwen siegen 2:1 in Eddersheim und träumen weiter vom DFB-Pokal

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Dreikampf: Die Kasseler Brian Schwechel (links) und Sergej Evljuskin (rechts) im Duell mit dem Eddersheimer Patrick Hilser (Mitte). Im Hintergrund links: Frederic Brill, Löwen-Kapitän und Torschütze zum 1:0.

Eddersheim. Der KSV Hessen Kassel hatte das Spiel beim Verbandsligisten Eddersheim im Griff. Und schaffte den Einzug ins Finale des Fußball-Hessenpokals - vielleicht sogar in die erste DFB-Pokal-Runde.

Ein Abendspiel. Unter Flutlicht. Und beide Mannschaften haben ein Ziel – ins Finale des Fußball-Hessenpokals einzuziehen und bestenfalls im kommenden Jahr im DFB-Pokal zu spielen. Am Ende geht dieser Traum aber nur für den KSV Hessen Kassel weiter, der beim Verbandsligisten FC Eddersheim 2:1 (0:0) gewann.

Für den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals würde den Löwen vielleicht schon ein Sieg des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden im zweiten Halbfinale am 3. April beim TSV Steinbach reichen - wenn die Kicker aus der Landeshauptschaft in der Meisterschaft der 3. Liga mindestens Vierter werden.

Eddersheims Trainer Rouven Leopold hatte vor der Partie angekündigt, sein System nicht an den höherklassigen Gegner anzupassen. Offensiv, nur das könne seine Mannschaft. Davon war aber nicht viel zu sehen. Von Beginn an hatten die Löwen das Spiel im Griff – zumindest, was den Ballbesitz und die Kontrolle anging. Torchancen gab es in den ersten 20 Minuten aber auf beiden Seiten nicht.

Auffälliger waren da schon die Kasseler Fans. Auch nach Eddersheim waren an einem Mittwochabend wieder eine ganze Menge mitgekommen. Und die fingen nach drei Minuten an zu singen – und hörten erst mit dem Pausenpfiff wieder auf. Der Klassiker: „Holt den Pokal für uns, rot-weiße Jungs!“

Dann passierte aber auch endlich auf dem Platz etwas. In der 21. Minute muss eigentlich das 1:0 für den KSV fallen: Adrian Bravo Sanchez startete ein tolles Solo durch das Mittelfeld, legte raus auf Marco Dawid, der im Strafraum quer auf Sebastian Szimayer – sein Schuss aus fünf Metern ging genau auf Eddersheims Torhüter Pero Miletic.

Und vier Minuten später dann die noch klarere Möglichkeit zur Führung: Nach einer Eddersheimer Ecke kontern die Löwen, Dawid wird geschickt, ist schneller als sein Gegenspieler und geht an Torwart Miletic vorbei. Aus spitzem Winkel geht sein Schuss aber am Tor vorbei. Anschließend beruhigt sich die Partie bis zur Pause wieder.

Und nach der Halbzeit wurde der Sechstligist auf einmal mutig – und hat die erste richtige Chance. Da hatten die Löwen Glück, dass der Schuss von Turgay Akbulut aus 20 Metern knapp neben das Tor geht (55.) . Auf der Gegenseite schießt Nael Najjer allein auf dem Weg auf Miletic zu weit über den Kasten (56.). Die Löwen, sie lassen an diesem Abend viel zu viel liegen.

Doch sie werden nicht bestraft. Weil Akbulut in der 69. Minute aus guter Position das Tor nicht trifft. Der KSV verliert fast das Spiel aus der Hand. Und genau da schlägt er endlich zu. Eine Hereingabe vom eingewechselten Jan Erik Leinhos legt Szimayer ab. Dort steht Frederic Brill und schiebt ein (72.). Das erste Tor des Kapitäns, es ist ein ganz wichtiges. Denn so wurden die Gastgeber in ihrer besten Phase kalt erwischt.

Und das nutzt der KSV. Nur sechs Minuten später schiebt Dawid unten rechts ein. 2:0. Nun ist die Partie endgültig entschieden. Dachten sicherlich alle Kasseler. Dem war aber nicht so.

Denn vier Minuten vor dem Ende springt der Ball Eddersheims Stürmer Alexander Scholz vor die Füße. Auf einmal steht es nur noch 1:2. Dann wird gezittert. Die Sekunden verstreichen. Aber es reicht. Die Löwen beißen sich ins Finale.

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