Anpfiff: 19 Uhr

Regionalligist KSV Hessen Kassel: Nachlegen in Frankfurt

Kassel. Der KSV hat in der vergangenen Saison nicht sonderlich viel hinbekommen, eines aber hat er geschafft: Er hat sich sehr gewissenhaft gegen die Frankfurter Mannschaften durchgesetzt.

Dies ist ja für den einen oder anderen Nordhessen noch wichtiger als ein Spitzenplatz in der Tabelle. Die Löwen haben zweimal gegen die Reserve der Eintracht gewonnen – und zweimal gegen die Reserve des FSV Frankfurt.

Das ist durchaus einen Hinweis wert, denn die nächsten beiden Gegner des KSV heißen? Eintracht Frankfurt II (Freitagabend 19 Uhr, Stadion am Bornheimer Hang) und am Sonntag kommender Woche FSV Frankfurt II (14 Uhr, Auestadion). Bliebe die Bilanz gegen die Klubs aus der Mainmetropole ungetrübt, würden sich die Kasseler gegen Ende der Hinrunde dann doch oben festsetzen. Deshalb sagt Co-Trainer Sven Hoffmeister auch: „Allein das sollte schon Motivation genug sein.“

Die Voraussetzungen sind geschaffen: Der KSV hat sich mit dem 2:0 gegen Homburg am vergangenen Samstag nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg das nötige Selbstbewusstsein zurückgeholt. Zudem treffen die Löwen auf ein Team, dem es genau an diesem Selbstbewusstsein mangeln dürfte: In den vergangenen neun Spielen holte die kleine Eintracht gerade einmal einen einzigen Punkt – beim 0:0 in Eschborn. So rutschten die Frankfurter ans Tabellenende – und stehen nun unter Druck: Bei einer weiteren Niederlage gegen Kassel droht das Team von Ex-Bundesligaspieler Alexander Schur den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.

Dass beim Gegner womöglich bundesligaerfahrene Spieler wie Rob Friend und Sonny Kittel Spielpraxis bekommen sollen, beunruhigt Hoffmeister nicht: „Wir gucken auf uns, und wir laufen mit breiter Brust auf. Wir wollen den positiven Trend fortsetzen.“

Personell können Hoffmeister und Cheftrainer Uwe Wolf, der gestern nicht zu erreichen war, aus dem Vollen schöpfen. Auch Steffen Dieck, der zuletzt wegen einer Krankheit hatte pausieren müssen, trainierte wieder mit. Das heißt: Auch all jene sind dabei, die im vergangenen Jahr mit ihren Toren die Siege gegen Frankfurt sicherstellten: Enrico Gaede und Tobias Damm trafen beim 2:1 am Bornheimer Hang gegen die Eintracht-Reserve, Andreas Mayer und zweimal Tobias Damm waren beim 3:1 zu Hause gegen den FSV Frankfurt II erfolgreich. Das hat auch Co-Trainer Hoffmeister nicht vergessen, der damals noch Ersatztorwart war. Er sagt: „Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn diesmal andere treffen.“

Zumal Tobias Damm erneut zunächst wohl nur auf der Bank sitzen wird. Zuletzt bekam Christian Henel den Vorzug auf der Position des Stürmers. Gegen Homburg erzielte er sein erstes Saisontor. Auch er wird nun mit viel Selbstbewusstsein auflaufen.

So könnte der KSV spielen: Nulle – Gundelach, Müller, Rahn, Hammann – Gaede, Marz (Becker) – Merle, Mayer, Pinheiro – Henel.

Von Florian Hagemann

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Fischer

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