KSV Hessen Kassel gegen KSV Baunatal

Teamvergleich vor dem Rekordspiel: „Saglik ist das zusätzliche Puzzlestück“

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Es wird ernst: Der KSV Hessen Kassel mit Adrian Bravo Sanchez (links) sowie der KSV Baunatal mit Nico Schrader spielen am Ostermontag gegeneinander. Die Zuschauer sollen dabei für einen Rekord sorgen.

Daniel Beyer hat schon für beide Fußball-Klubs gespielt, nun ist er für den FSC Lohfelden aktiv. Er blickt für uns auf das Hessenderby Kassel gegen Baunatal.

Vor dem Hessenliga-Derby – das ja gleichzeitig auch ein Rekordspiel ist – vergleicht der 36-Jährige den KSV Hessen Kassel und den KSV Baunatal. Los geht es am Ostermontag um 15 Uhr im Auestadion.

Die Torhüter

Beyers Einschätzung: Die wenigen Gegentore beweisen, dass beide Torhüter eine sehr gute Runde spielen. Ich sehe dennoch einen Vorteil für den KSV, weil Niklas Hartmann Erfahrung – auch durch seine Regionalliga-Zeit – mitbringt. Er hat sich zu einem sicheren Rückhalt entwickelt. Das ist Baunatals Pascal Bielert aber auch.

Fazit: Vorteil Kassel

Die Abwehr

Beyers Einschätzung: Klar, nur 19 Gegentore für die Hessen sind ein herausragender Wert. Die Baunataler haben sich aber gut entwickelt und stellen ebenfalls eine starke Hessenliga-Abwehr. Außen sehe ich Kassel im Vorteil. Mit Tim Brandner und und Nael Najjar haben sie einfach sehr viel Tempo. Brandner hat offensive Wucht. Baunatal ist dafür in der Innenverteidigung besser besetzt. Ob mit Mario Wolf und Maximilian Blahout oder Daniel Borgardt – auch Niklas Künzel und Vyacheslav Petrukhin haben sie noch – da gibt es viele gute Spieler.

Fazit: ausgeglichen

Das Mittelfeld

Beyers Einschätzung: Mit Spielern wie Frederic Brill, Adrian Bravo Sanchez, Sergej Evljuskin und Brian Schwechel ist der KSV Hessen im Zentrum extrem laufstark und ballsicher. Er produziert selten unnötige Ballverluste. Das Mittelfeld ist das Prunkstück. Weil diese Leute so sicher am Ball sind, können die Außen mehr Risiko eingehen, höher schieben und den Gegner früh unter Druck setzen. Das geht nur, wenn die Zentrale stabil ist. Dazu kommt dann noch ein Marco Dawid mit seinem Tempo.

Baunatal fehlt in der Rückrunde mit Malte Grashoff ein wichtiger Mann. Die Mannschaft ist aber in der Lage, unterschiedliche Systeme zu spielen und hat mit Felix Schäfer und Fatih Üstün auch so zwei gute zentrale Spieler.

Fazit: Vorteil Kassel

Der Angriff

Blickt auf das Hessenderby am Ostermontag: Daniel Beyer, Spieler des FSC Lohfelden.

Beyers Einschätzung: Der KSV hat sich im Winter überragend verstärkt. Ich konnte es erst gar nicht glauben, als ich gehört habe, dass Mahir Saglik nach Kassel kommt. Als er noch bei Saarbrücken war, habe ich selbst gegen ihn gespielt. Da war er schon richtig gut. Danach war er bei Wolfsburg und Paderborn in der ersten und zweiten Liga. Mir war klar, dass er mit 36 seine Klasse auch in der Hessenliga zeigen wird. Er ist das zusätzliche Puzzlestück, um die Spiele so souverän zu gewinnen, wie es die Hessen im Moment machen. Dazu kommt ein Sebastian Schmeer – ein Topstürmer der Hessenliga.

Baunatal hält mit vier fast gleichwertigen Angreifern dagegen, die alle zweistellig in einer Saison treffen könnten: Manuel Pforr, Thomas Müller, Rolf Sattorov und Nico Schrader. Da hat Trainer Tobias Nebe die Qual der Wahl. Aber Saglik macht den Unterschied. Er ist Spiele vor so einer Kulisse wie am Montag im Auestadion gewohnt.

Fazit: Vorteil Kassel

Die Trainer

Beyers Einschätzung: Schwer zu beurteilen, weil man sie dafür besser kennen muss. Mit Tobi Nebe habe ich noch zusammengespielt. Als ich vergangene Saison kurzzeitig in Lohfelden als Trainer übernommen habe, habe ich mich mit ihm und Baunatal beschäftigt. Da war eine klare Handschrift zu erkennen. Er versucht, sein System an die Spieler anzupassen, die er hat. Das finde ich gut. Er ist ein sehr guter Trainer – genauso wie Tobias Cramer.

Fazit: ausgeglichen

Das Spiel

Beyers Einschätzung: Baunatal hat bewiesen, dass sie große Spiele können. Ich sehe aber die Hessen vorn. Sie spielen derzeit mit einer Selbstverständlichkeit und großem Selbstvertrauen. Sie wollen die Relegation.

Fazit: 2:1 für den KSV

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