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Rückkehr der Fans, Rückkehr der Tore: KSV Hessen schlägt Mainz 05 II 2:1

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Von: Maximilian Bülau

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Jubel über das 1:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 II: Moritz Flotho (links) war der Vorlagengeber, Jascha Döringer (rechts) der Torschütze.
Jubel über das 1:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 II: Moritz Flotho (links) war der Vorlagengeber, Jascha Döringer (rechts) der Torschütze. © Dieter Schachtschneider

Er kann doch noch treffen. Der KSV Hessen Kassel hat in der Fußball-Regionalliga nach Toren von Jascha Döringer und Fischer gegen Mainz II

Kassel – Die Fans waren wieder da. Mehr Fans als zuletzt kamen allerdings auch gegen den 1. FSV Mainz 05 II nicht ins Auestadion. Trotz der Brandrede von Tobias Damm, dem Trainer des KSV Hessen Kassel, der gefordert hatte, die guten Leistungen der Löwen zu honorieren. Die, die wieder da waren, das waren die Ultras in der Kurve. Die, die da waren, sahen dann einen 2:1 (1:1)-Erfolg in der Fußball-Regionalliga Südwest. Die, die nicht da waren, verpassten nicht nur einen kuriosen Führungstreffer.

„Du bist mein Verein. Du wirst es immer sein.“ Das stand auf den Bannern vor dem Block 30. Die Gesänge ergänzten die Sätze in den ersten Minuten. Dazu gab es eine Pyroshow in Rot und Weiß. Ja, die Ultras sind wieder da. Doch die große Frage an diesem Tag lautete ja eigentlich: Kehren auch die Tore zurück ins Auestadion? Vor allem die des Heimteams.

Bis zum Anpfiff an diesem Abend waren die Löwen 308 Minuten ohne eigenen Treffer geblieben. Der letzte, dem ein Tor gelang, das war Daniele Vesco in Koblenz – es folgten zwei Ligapartien ganz ohne Treffer und ein 0:2 im Pokal. Das letzte Tor im eigenen Stadion lag sogar mehr als vier Monate zurück. Es gelang Mike Feigenspan beim 4:0-Sieg am 4. Dezember 2021 gegen Großaspach – vor 378 Fußball-Minuten.

Wir können es kurzmachen: Es dauerte bis zur 14. Minuten, dann waren alle diese Statistiken Geschichte. Weil 05-Torhüter Lasse Finn Rieß unbedrängt Moritz Flotho den Ball direkt in den Fuß spielte. Und weil Flotho dann die Übersicht behielt, Jascha Döringer bediente, der keine Probleme hatte, ins leere Tor einzuschieben. Dann wurde gejubelt. Und bis auf Torhüter Maximilian Zunker kamen alle Löwen zusammen, standen länger als sonst im Kreis. Der Bann gebrochen.

Problem an der Sache: Diese Führung hielt nur zwei Minuten. Matondo-Merveille Papela wurde kurz vor dem KSV-Strafraum gefoult. Und dieses Mal halfen die Löwen mit. Der Freistoß von Felix Könighaus wurde abgefälscht und landete im Tor (16.). Papela hatte zehn Minuten später die Möglichkeit, das Spiel sogar komplett zu drehen, als er aus 16 Metern zum Schuss kam, das Tor aber verfehlte. Es war ein etwas besseres Spiel, als man sie zuletzt im Auestadion gesehen hatte. Das lag an technisch und spielstarken Mainzern. Es lag an Löwen, die körperlich dagegenhielten. So entwickelte sich eine oft ansehnliche, temporeiche Begegnung.

Was die Zweikämpfe anging, legten die Löwen in Hälfte zwei noch einmal zu. Und gestalteten so die ersten Minuten ausgeglichen, waren sogar leicht überlegen, ohne sich dabei Chancen zu erspielen. Allein eine weitere Unsicherheit von Rieß, der den eingewechselten Fischer beim Versuch eines weiten Schlages anschoss, brachte Gefahr. Doch vom Bein des Angreifers trudelte der Ball ins Aus. Doch Marcel Fischer stand nun im Mittelpunkt.

In der 74. Minute setzte sich Tim Dierßen stark durch, spielte den Ball von links in den Strafraum. Döringer bekam das Anspiel, hatte freie Bahn – scheiterte aber an Rieß. Doch da stand dann eben Fischer, der den Abpraller zur erneuten Führung nutzte. 2:1!

Es ist ja diese ewige Geschichte der Löwen. Immer dann, wenn es kaum einer erwartet, dann schlagen sie zu. Aber noch waren ja einige Minuten zu spielen. Es galt noch, einige Zweikämpfe zu gewinnen. Vielleicht selbst den Deckel auf die Partie zu machen?

Nein. Aber auch den Mainzern gelang nichts mehr. Die Löwen machen an diesem Abend einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. (Maximilian Bülau)

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