Löwen gastieren beim Ex-Klub

KSV-Kapitän Brill vor seiner Rückkehr nach Saarbrücken

+
Nach Mannheim geht es wieder gegen einen Ex-Klub: KSV-Kapitän Frederic Brill spielt mit den Löwen in Saarbrücken.

Kassel. Eigentlich hätte er eine relativ kurze Anreise. Nur 20 Minuten dauert die Fahrt von Lebach-Gresaubach nach Saarbrücken. Das ist die Entfernung, die Frederic Brill vier Jahre lang während seiner Zeit als Jugendfußballer von seinem Heimatort zum Trainingsgelände zurücklegen musste.

Bevor der KSV Hessen am Sonntag ab 14 Uhr beim Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest gastiert, wird der KSV-Kapitän allerdings eine längere Anreise in Kauf nehmen müssen. Von Kassel aus sind es immerhin 370 Kilometer.

„Als ich damals in der C-Jugend dorthin wechselte, habe ich den Fußball noch bewusster wahrgenommen. Es lief alles ein stückweit professioneller ab, und es war schon schwer, den Klub in Richtung Mainz 05 zu verlassen. Saarbrücken ist immer noch ein Herzensverein von mir“, sagt Brill. Nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Waldhof Mannheim ist es bereits der nächste Ex-Klub, auf den der 25-Jährige trifft. Und damit nicht genug: Neben Mainz wird es auch beim FSV Frankfurt ein Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten geben.

Aber zurück zu Saarbrücken. Die Aufgabe, die nächsten drei Punkte aufzuholen, dürfte für die Löwen kaum schwerer sein. „Die Mannschaft hat sich extrem gut verstärkt und steht damit auch selbst unter dem Druck, fast jedes Spiel gewinnen zu müssen. Das könnte unsere Chance sein“, sagt Brill über den Titelkandidaten Nummer eins. Fast alle Trainer der Liga haben Saarbrücken auf der Liste, was die ersten beiden Plätze angeht.

Doch davor schrecken die Löwen nicht zurück. „Wir waren vor dem Spiel gegen Mannheim schon nervöser als sonst, aber wir haben auch gesehen, dass wir trotz eines Rückstandes immer wieder zurückkommen können. Die Minuspunkte, die wir noch auf dem Konto haben, sind für uns keine Bürde sondern eine Herausforderung“, erklärt Brill.

Dienstag kommt Wolfsburg

Und die KSV-Spieler müssen sich hinsichtlich der kommenden englischen Woche die Kräfte einteilen. Am Dienstag gastiert zunächst Bundesligist VfL Wolfsburg ab 18.30 Uhr zum Retterspiel im Auestadion, Samstag kommt dann die Reserve des VfB Stuttgart nach Kassel. „Sicherlich hätten wir zwei Tage nach einem Punktspiel kein Testspiel ausgetragen, aber die Partie gegen Wolfsburg ist unglaublich wichtig für den Verein“, sagt Brill, der in Yunus Malli übrigens auf einen alten Weggefährten trifft. Beide hatten in Mainz zusammengespielt.

Doch vorher steht das nächste Kapitel in Sachen Regionalliga-Aufholjagd an. „Da wird uns angesichts des ersten Heimspiels von Saarbrücken eine ordentliche Kulisse erwarten. Beim Derby in Elversberg waren am Mittwochabend schon 6500 Fans mitgereist“, sagt Frederic Brill. Der freut sich auch auf ein Wiedersehen mit Familie und Freunden, die immer noch eine kurze Anreise haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.