1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Rund um das Heimspiel des KSV Hessen: Von einem Aktivposten und einem Fan

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Björn Mahr

Kommentare

Tim Philipp Brandner
Bester Laune trotz bevorstehender Gelb-Sperre: Kassels Tim Philipp Brandner. Links im Hintergrund: Steven Rakk. © Hedler

Kassel. Ein umjubelter Rückkehrer, viel Zuschauerzuspruch und ein stolzer Fußball-Fan – einige Geschichten rund um das Spiel des KSV Hessen gegen die Stuttgarter Kickers, das die Löwen 3:0 gewannen.

Von Freude und Frust

Am vorangegangenen Montag hatte Kassels Tim Philipp Brandner nach überstandenem Muskelfaserriss erstmals wieder mittrainiert, am Karsamstag stand der 27-Jährige dann gegen die Kickers in der Startelf – und war ein echter Aktivposten. „Er ist eine absolute Spielerpersönlichkeit. Auf den Jungen kann ich mich verlassen“, lobte Tobias Cramer den Blondschopf.

Mit einigen technischen Kabinettstückchen forderte Brandner den Beifall der Zuschauer heraus. Fast hätte der Mittelfeldmann seine überzeugende Leistung noch mit einem Treffer gekrönt – in der 54. und 64. Minute verpasste er nach jeweiliger Vorarbeit von Sergej Evljuskin ein mögliches 2:0. „Ein Tor hätte ich machen müssen. Leider war ich bei der ersten Chance nicht konzentriert genug im Abschluss“, sagte Brandner.

Mit der Leistung seiner Mannschaft war er zufrieden. Ärgerlich nur: Er sah die fünfte Gelbe Karte und fehlt damit am kommenden Samstag bei der Partie gegen Gastgeber Mainz 05 II.

Von Lust und Last

Durch die guten Leistungen in den vergangenen Wochen erfährt Hessen Kassel wieder mehr Zuschauerzuspruch. 2000 Fans kamen am Samstag ins Auestadion – dabei nutzten die Besucher ein spezielles Osterangebot des KSV für Familien sowie eine Kartenaktion dieser Zeitung. „Beides ist gut angenommen worden“, erklärte Pressesprecherin Alexandra Berge. Wegen des regen Andrangs bildeten sich an den Eingängen vorübergehend lange Schlangen. „Wir haben die Situation aber schnell in den Griff bekommen“, betonte Berge.

Von Stolz und Leere

Hubert Müller
Saß diesmal auf der Haupttribüne: KSV-Fan Hubert Müller. Um das ganze Bild zu sehen, klicken Sie oben rechts.

Mit der Elf des KSV liefen gegen die Kickers nicht nur ein paar Kinder, sondern auch der 56-jährige Hubert Müller ein. Nach einem TV-Beitrag des Hessischen Rundfunks zum vorherigen Heimspiel der Löwen gegen Völklingen war der Göttinger großes Gesprächsthema. Der KSV-Fan hatte ganz allein auf der Gegengerade gesessen – jedoch in einem eigentlich abgesperrten Block. Nachdem Müller so viel Berühmtheit erlangt hatte, lud ihn der Verein zum Spiel gegen Stuttgart ein – freier Eintritt, Bratwurst und Sitzplatz auf der Haupttribüne. Als Müller an der Seite von Maskottchen „Totti“ das Spielfeld betreten hatte, winkte er stolz zum Publikum. Zur Gegengerade brauchte er nicht zu blicken – die war ja diesmal leer. 

Auch interessant

Kommentare